Tipps zum Schreiben – Teil 4: Abwechslungsreich schreiben

Wie sind Texte zu formulieren, die nicht eintönig klingen und den Leser ansprechen sollen? Technische Produkte verlangen meist eine objektive Darstellung ihrer Leistungen und wieder andere Produkte sollen möglichst emotional beschrieben werden. Die Kunst ist es, die Vorteile variierend darzustellen, unabhängig von dem Produkt. Hier haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt:

Die passenden Worte finden

Sie haben einen groben Überblick über das Thema und sich eine sinnvolle Struktur zurechtgelegt. Damit Sie mit dem Schreiben beginnen können, fehlen Ihnen nur noch die passenden Worte. So finden Sie eine große Wortauswahl, die Ihnen das Texten erleichtert:

  1. Beginnen Sie mit einem Brainstorming: Sammeln Sie zunächst alle Vorteile des Produkts.
  2. Benutzen Sie für Ihre Formulierung Synonyme, um zu vermeiden, dass Verben und Adjektive mehrfach genannt werden.
  3. Versteifen Sie sich nicht darauf, von Anfang an professionell klingen zu müssen. Sobald der erste Entwurf steht, können Sie diesen überarbeiten, bis er dem Produkt angemessen ist.

So könnten Ihre Sätze aussehen

Wenn die Worte noch so gut gewählt sind, können die Texte dennoch monoton klingen. Manchen Autoren erscheint es mühsam, nicht jeden Satz gleich aufzubauen. Damit es Ihnen zukünftig spielend leicht fällt, die Worte auch perfekt zusammenzusetzen, merken Sie sich die nachfolgenden Möglichkeiten des Satzaufbaus.

  1. Die Gegenüberstellung von gegensätzlichen Standpunkten gibt Ihnen einen Ansatzpunkt, um Ihre Argumentation aufzubauen. Grenzen Sie eigene und fremde Aussagen grundsätzlich gut erkennbar voneinander ab. Das hat den Vorteil, dass der Leser den Eindruck einer vertrauenswürdigen Schilderung des Produkts erhält. „Während Kritiker den neuen Fernseher als zu komplex beschreiben, weist er eine beeindruckende Grafik und eine hohe Benutzerfreundlichkeit auf, die ihn zum Vorreiter der neuartigen TV- Produktion machen.“
  2. Verwenden Sie Nebensätze, die Ihre Aussagen mit Tatsachen unterstützen. Dazu zählen zum Beispiel Testergebnisse, Angebote oder Zitate von Kundenbewertungen. Den Hauptsatz und den Nebensatz können Sie frei kombinieren, das bringt noch mehr Abwechslung in Ihre Texte. „Überzeugen Sie sich selbst von der Effizienz der neusten Technologie aller Kraftfahrzeuge, fahren Sie in unseren Testwochen kostenlos zur Probe!“
  3. Zählen Sie mehrere Informationen sich steigernd auf. Beachten Sie jedoch, dass Sie sich dabei auf einige wenige Punkte beschränken sollten, um Schachtelsätze zu vermeiden. „Benutzerfreundlichkeit, modernste Technik und brillante Ergebnisse werden in einem einzigen Gerät vereint…“

So können Sie Sätze kombinieren

Für einen abwechslungsreichen Ausdruck müssen Sätze einen einprägenden Charakter haben und der Text leicht leserlich sein. Um einen einseitigen Satzbau zu vermeiden, verwenden Sie häufiger Relativsätze und unterschiedliche Konjunktionen, die Sie variabel einsetzen.

  1. Einige hilfreiche Adverbien sind zum Beispiel: allerdings, anschließend, einerseits…. andererseits, schließlich oder auch folglich.
  2. Am Satzanfang sollten Sie unbedingt regelmäßig gleiche Formulierungen vermeiden. Beginnen Sie doch stattdessen lieber mit Subjunktionen, wie vorschlagsweise: als, bis, damit, sodass, während, indem, seit oder weil. „Bestimmen Sie selbst Ihr Fernsehprogramm, indem Sie die frei kombinierbaren Module miteinander verbinden und an Ihre Bedürfnisse anpassen.“

Eine andere Herausforderung ist die Kürzung von zu ausschweifenden Beschreibungen.

  1. Lange Schachtelsätze lassen sich ganz einfach in mehrere, etwas kleinere Sätze unterteilen. „Während viele Kugelschreiberminen mit der Zeit austrocknen, sodass der Farbauftrag gar nicht oder nur kratzend möglich ist, sorgt unsere patentierte neue Formel für langanhaltend fließendes Schreiben.“ Umgeformt: „Viele Kugelschreiberminen trocknen mit der Zeit aus, sodass der Farbauftrag gar nicht oder nur kratzend möglich ist. Unsere patentierte neue Formel dagegen sorgt für langanhaltend fließendes Schreiben.“
  2. Lassen Sie nebensächliche Informationen einfach weg, dadurch bekommt Ihr Satz einen Fokus. „Weil heutzutage alle Menschen in Häusern wohnen, da sie diese für sicherer halten, verlieren Campingplätze immer mehr an Popularität.“ Umgeformt: „Da die Menschen die Sicherheit von Häusern bevorzugen, verlieren Campingplätze immer mehr an Popularität.“

Knappe Sätze mit präzise formuliertem Inhalt prägen sich dem Leser eher ein als lange und ausschweifende Reden. Achten Sie auf eine übersichtliche Satzfolge und drängen Sie nicht übermäßig viele Informationen (Daten, Namen, Fakten, etc.) in einem Satzgefüge zusammen. Kurze und lange Sätze sollten sich ablösen. Knackig kurze Sätze überzeugen mit Argumenten und vermitteln Tatsachengehalt. Lange Sätze vermitteln emotionale Inhalte und beeinflussen den Leser zum Mitgefühl. Verschachtelte, überflüssig lange Sätze hingegen verwirren nur.

Gliedern Sie die Aussagen, die Sie verwenden möchten und arbeiten Sie strukturiert, so kann der Leser Ihren Ausführungen besser folgen und diese nachvollziehen.

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