Journalistisches Genre – der Kommentar

Wenn Journalisten ihre Meinung sagen …

Kommentar… dann tun sie das nicht „frei Schnauze“, sondern nutzen den Rahmen der entsprechenden Textsorte, die ihnen der Journalismus – wo auch der Ausdruck subjektiver Ansichten reglementiert ist – zur Verfügung stellt. Form und Gestalt unterliegen, wie andere journalistische Darstellungsformen auch, festen Regeln, die das Schreiben zwar nicht einfacher machen, aber die Voraussetzung für gelungene Texte sind. Wie bei Meldungen oder Nachrichten, stehen auch im Kommentar Relevanz und Logik im Vordergrund. Dennoch unterscheiden sich die Textsorten deutlich voneinander. Während die Nachricht unbedingt objektiv und wertfrei formuliert werden muss, schafft der Kommentar Raum für Meinungen, Wertungen und Annahmen. Welche Funktion der Kommentar für den gesellschaftlichen Diskurs einnimmt und was einen gelungenen Kommentar ausmacht, soll in diesem Blogbeitrag der Reihe „Journalistische Genres“ genauer betrachtet werden. Read more

Abmahnfallen in Texten

„Was sind 2.000 Anwälte auf dem Grund des Meeres? – Ein guter Anfang!“ Dieser alte Gag ist auch bei vielen Webseitenbetreibern beliebt, denn viele von ihnen haben schon einmal eine Abmahnung erhalten. Vielfach handelt es sich dabei um Massenabmahnungen wegen einer fehlenden Information im Impressum oder nicht zeitnah aktualisierten Formulierung in einer Widerrufsbelehrung. Ärgerlich und vermeidbar. Interessanter sind da schon die individuellen Abmahnungen aufgrund der Verletzung von Urheber- oder Markenrechten. Fallstricke lauern überall, auch in Texten, die auf der Webseite landen. Wir haben daher – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und BGH-sichere Auslegung – einige Punkte aufgeführt, die Autoren, Auftraggeber und Webseitenbetreiber immer im Hinterkopf haben sollten. Read more

Texte für Onlineshops: 6 Faktoren für erfolgreiche Texte

Wir können viel darüber schreiben, wie gute Texte für Onlineshops aussehen sollen. Manchmal hilft es, durch die Brille eines Kunden zu blicken, und sich seine Sicht anzuhören. Daher freuen wir uns über den Gastbeitrag unseres Kunden Herbert Buchhorn, in dem er erläutert, was für ihn die 6 Erfolgsfaktoren für gute Texte in Onlineshops sind:

Die Texterstellung für Onlineshops ist äußerst aufwendig. Umso wichtiger, dass die Texte auch „erfolgreich“ sind: gute Rankings in Suchmaschinen, hohe Nutzerzufriedenheit, gute Conversion-Rates und damit hohe Umsätze. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind: Keywords, Struktur, Umfang, Rich Media, Uniqueness und Relevanz. Read more

Interview mit Christian Brauer

Texte sind für Webseitenbetreiber genauso wichtig wie für Musiker. Fehlt es einer Webseite an Text, bedeutet dies, dass es kein Ergebnis in der Suchmaschine für diese Webseite geben wird und dem Leser über die Webseite nichts mitgeteilt werden kann. Ein Hip-Hop-Künstler ohne einen Text? Unmöglich, denn ohne einen Text gibt es auch keinen Rap! Dass wir uns beide tagtäglich mit Texten beschäftigen ist ein guter Grund, mich mal wieder mit meinem alten Klassenkameraden und Hip-Hop-Produzenten Christian Brauer darüber zu unterhalten.

Christian Brauer: Produzent deutschen Hip-Hops

 

 

Christian Brauer

Jahrgang 1973

Produzent für deutschen Hip-Hop. Aktuelle Künstler: Comar und MC Sendo aus Bielefeld und Minden.
Aktuell arbeitet Christian an seinem ersten Album, das voraussichtlich 2017 auf Vinyl erscheinen wird.

 

 

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Journalistische Genres: das menschliche Porträt

Fotostudio untewegs

Ende des Monats ist es wieder soweit: der Nannen Preis, eine der begehrtesten Auszeichnungen für Journalisten, wird am 28. April 2016 in Hamburg verliehen. Allein in der Kategorie Reportage wurden dieses Jahr rund 400 Einreichungen gezählt, darunter viele Porträts über Geflüchtete, die eines der wichtigsten Themen des vergangenen Jahres aufgreifen.

Was die Kategorie Porträt auszeichnet und warum sie unter Journalisten so hoch angesehen ist, beleuchtet dieser Beitrag aus unserer Reihe „Journalistische Darstellungsformen“. Read more

Auf dem neuesten Stand bei der Content Marketing Masters 2016

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Kunden gewinnen, Kunden binden – hierbei spielt Web-Content mittlerweile bekanntlich eine tragende Rolle, Tendenz steigend! Wie Content aller Art gewinnbringend eingesetzt wird, wie man Kunden mit digitalen Inhalten erreicht und fesselt, ist auch dieses Jahr wieder Thema bei der Content Marketing Masters am 2. Juni 2016 in Berlin.

Im Verlagshaus des Tagesspiegel treffen die Teilnehmer der Fachkonferenz auch diesmal wieder auf hochkarätige Experten – beispielsweise den Leiter des Content-Marketing-Teams von Babbel, Edward Wood, und Brian Dean, Gründer von Backlinko. Read more

Sprachfallen ade: International Copywriting in Kooperation mit der Sprachenfabrik

Mit dem Bodybag zum Public Viewing: ­­Leichen im Keller und anderswo

„I was so ready!“ stöhnte der deutsche Kollege, nachdem er in ungelenkem Englisch einen haarsträubenden Unfall geschildert hatte.

„Ready for what?“ Der Geprächspartner war verwirrt, der Kollege selbst ebenso. Kommunikativer Zusammenbruch.

Was war geschehen? Vom Schulenglisch war dem vom Unfall Traumatisierten ready als das englische Wort für „fertig“ in Erinnerung. Nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit, denn das Englische unterscheidet auch lexikalisch zwischen den Lesarten von „fertig“: „erledigt“ (finished, auch im übertragenen Sinn) und „bereit“ (ready). Ein typischer „falscher Freund“, wie er in der interkulturellen Kommunikation ständig vorkommt.

Wenn jemand vorhat, mit einem „Bodybag“ zum „Public Viewing“ zu gehen, dürfte die Verwirrung beim englischsprachigen Empfänger zum Entsetzen mutieren – denn diese beiden Scheinanglizismen bergen ein gemeinsames dunkles Geheimnis! Beide entstammen dem Bestattungsgewerbe: wer mit dem Leichensack (body bag) zur öffentlichen Leichenaufbahrung (im amerikanischen Englisch public viewing) gehen will, muss sich nicht wundern, wenn ihm nekrophile Absichten unterstellt werden. Aber was, wenn er nun hastig beteuert, er hätte gar keinen corpse in the basement, und nun noch stärkerem Verdacht ausgesetzt ist? Redensarten können in den seltensten Fällen eins zu eins von einer Sprache in die andere übersetzt werden – die „Leiche im Keller“ wird wörtlich genommen.

Dass ein schlechtes Briefing und mangelnde Englischkenntnisse schnell zum Problem werden können, zeigte schon dieser alte Berlitz-Werbespot:

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