Pippa und die Flunkersprossen

Und noch eine Kindergeschichte, diesmal von unserer Autorin talenta:

Der verräterische Sonnenstrahl

Pippa stand vor dem großen Spiegel im Bad und übte gerade „böse und furcht- einflössend gucken.“ „Gar nicht schlecht,“ befand sie, während sie im Spiegel kritisch beobachtete, wie ihre großen, grünen Augen sich zu Schlitzen verengten, während sich die Stupsnase ein wenig kräuselte und sie den Mund ganz fest zusammenkniff. Die Augenlider müssen noch weiter nach innen, ermahnte sie sich. Das würde Leo schon beeindrucken, da war sie sich sicher. Der Blödmann! Nur weil sie ein Mädchen war, meinte er, er könne sie auf dem Schulhof herumschubsen. Der würde sich wundern, wie böse sie gucken kann! Leo würde vor Angst hoffentlich tot umfallen! Und falls Ihr meint, böse gucken ist doch ganz einfach, könnt ihr es ja gerne selber mal probieren. Read more

Der unheimliche Nachbar

Auch Sigrid Klintworth hat eine Kindergeschichte für unsere Osteraktion geschrieben:

Sarah lag auf der Wiese und kaute auf einem Grashalm. Sie summte dabei ein Lied vor sich hin und beobachtete eine kleine weiße Wolke, die über ihr am blauen Himmel vorbeizog, und seufzte zufrieden. Der letzte Schultag im Jahr war sehr schön und sie hatte ein tolles Zeugnis mit nach Hause gebracht. Nun hatten die großen Ferien angefangen, das Wetter war traumhaft schön und sie wartete auf ihre Cousine und ihren Cousin, die die Sommerferien bei ihnen verbringen würden. Read more

Der große Sturm im Zwergenwald

Die Kindergeschichte unserer Autorin Maria:

„Mama, Mama“, rief der kleine Friedolin, „komm zu mir, es donnert so, ich fürchte mich!“

Schnell eilte die Mutter zum jüngsten Zwergenkind, das schon in seinem eigenen Bettchen in der kuscheligen Wurzelhöhle schlief. Jetzt war der kleine Friedolin vom Heulen des Windes und dem lauten Rauschen der Bäume aufgewacht. In dieser Nacht war es aber auch sehr stürmisch draußen. Man hörte es in den Bäumen knacken und krachen. Alle Äste mussten ihre ganze Kraft aufbringen und sich festhalten, dass sie der Wind nicht abriss. Hin und her tanzten sie alle im Sturm und dabei gaben sie furchterregende Geräusche von sich. Nein, da draußen ging in dieser Nacht kein schöner Tanz der Bäume ab. Read more

Ein Pfeil und ein M

Eine weitere Kindergeschichte für unsere Osteraktion. Diesmal von Autorin Eule1:

Alle nannten mich Rostbirne wegen meiner roten Haare. In England bezeichnen sie Leute wie mich als „ginger people“. Das klingt irgendwie netter, finde ich. Eigentlich heiße ich Sandra und mein echter Name stört mich kein bisschen.

In meiner alten Klasse ging ich noch gern zur Schule. Das änderte sich jedoch schlagartig, als ich in die 6a hochgestuft wurde, weil man mir nachsagte, dass ich zu schlau für die fünfte Klasse sei. (Den Schulstoff für das gesamte Jahr hatte ich mir schon kurz nach den Sommerferien aus den Schulbüchern angelesen.)

Alles fing mit einer gehässigen Bemerkung meines neuen Klassenlehrers an. Ich reckte meinen Arm in die drückende Mittagshitze, um eine Frage zu seinem langatmigen Vortrag über die alten Germanen zu stellen. Erst ignorierte er meine Meldung minutenlang, dann öffnete er seine Arme theatralisch und sagte mit einem gekünstelten Unterton in die müden Gesichter meiner Klassenkameraden: „Fräulein Rotschopf weiß es natürlich wieder besser. Was hast du uns nun wieder Inhaltsreiches mitzuteilen?“ Read more

Sommerferien bei Opa Willem

Eine Kindergeschichte von Autorin Tinlizzy

Hannes war ein ganz normaler Junge und lebte in einer großen Stadt. Fünf Tage in der Woche musste er früh aufstehen, um zur Schule zu gehen, was er gar nicht mochte, denn Hannes war ein ganz normaler Junge. Er war weder groß noch klein, dafür hatte er einen kleinen Bauch, den Mama liebevoll seinen ‚Waschbärbauch’ nannte. Sein Haar war weder braun noch blond noch schwarz, sondern irgendetwas dazwischen und ihm fehlte zurzeit ein Zahn vorn, was ihn auch nicht besser aussehen ließ. Hannes war kein großartiger Fußballspieler, er konnte auch nicht rappen, war nicht mal cool und schon gar kein guter Schüler. Sein Zeugnis war so bunt gemischt wie seine Haarfarbe. Na ja, eine Sache hatte er schon, ein paar Sommersprossen, aber darauf konnte man sich nichts einbilden. Zu Hause saß Hannes gern vor dem Computer und spielte einen Helden, der gegen wilde Drachen und Orks kämpfte. In der Schule kämpfte er meist mit Mathe und der Rechtschreibung, was Mama und Papa heute auf jeden Fall erfahren würden, denn er bekam sein Jahreszeugnis mit nach Hause. Read more

Das Igelvolksfest

Eine Kindergeschichte von Autorin Bianca2003

Endlich hatte der Frühling wieder Einzug gehalten. Die Sonne schien hell und warm vom Himmel, die Blumen blühten, aus den Bäumen kamen die Knospen und die Vögel zwitscherten. Überall auf den Wiesen, den Feldern und auch im Wald begann wieder das Leben. So auch in dem kleinen Igeldorf, in dem der kleine Igel Robin zusammen mit seiner Familie lebte. Alle Bewohner des Waldes freuten sich über den Frühling, so auch Robin und seine Geschwister Sunny und Bob, und auch Mutter Maggie und Vater Sam. Es war ein langer und harter Winter. Nur selten konnte man einen Fuß vor die Tür setzen. Eisige Temperaturen und meterhoher Schnee machten es meist unmöglich, sich weit vom eigenen Haus zu entfernen. Und so hatten auch der Igel Robin und seine Familie die meiste Zeit des Winters schlafend in ihrem Igelhaus verbracht. Read more

Puschel hat verschlafen

Diese Kurzgeschichte wurde von Autorin DieBrave eingereicht:

Puschel hat verschlafen

Die Sonne scheint auf Puschels Bau. Schon eine ganze Woche lang strahlt sie über ihr Gesicht. Der meterhohe Schnee vor dem Haus und das Eis auf dem kleinen Teich beginnen zu tauen.
Dem Schneemann vor Puschels Bau rutscht der Hut schief ins Gesicht.
An den Tagen ist es nun wieder länger hell und die Menschen werden fröhlicher.
Das Gebimmel von den Schneeglöckchen wird immer lauter.
Es ist genau so, wie immer und wie es zur Osterzeit nun einmal sein muss.
Nun jedenfalls pochen die Tropfen vom Schneewasser auf Puschels Fenstersims. Tropf, tropf, tropf …
Puschel liegt noch ganz verschlafen in seinem warmen, weichen Bett. Ein Sonnenstrahl fällt durch das Fenster und kitzelt ihn an seiner Nase.
Hatschie, Puschel muß niesen.
„Ist denn schon wieder Ostern?“
Da eben klopft es an seiner Tür.
„Wer ist denn da?“, rief Puschel, sprang sogleich aus dem Möhrenkistenbett und suchte ganz nebenbei seine alten, abgelatschten Hauspantoffeln.
„Ich bin es!“ Read more

Das kleine Mädchen und Weihnachten

Diese Kurzgeschichte wurde von Autorin Dalal eingereicht:

Es war einmal ein kleines Mädchen. Sie lebt mit ihrer Mutter in einer Großstadt, zwischen hochgewachsenen Bäumen, die ganz in der Nähe der Wohnhäuser stehen. Rings herum befindet sich ein Park, der fast das ganze Jahr mit grünen Wiesen bedeckt ist. Versteckt in einem kleinen Tannenwäldchen befindet sich ein kleiner Teich, der von sechs Enten bewohnt wird. Ringsherum wachsen im Frühling viele rote Tulpen, gelbe Winterblüher, deren Name das kleine Mädchen nicht kennt, viele Farne, denen sie oft über die Blätter streicht und hohes, im Wind raschelndes Bambusgras. Oft geht sie hier mit ihrer Mutter spazieren. Beide genießen Hand in Hand gehend die traute Zweisamkeit und beobachten mit wachen Sinnen die Natur.

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Fricky, das tapfere Eichhörnchen

Diese Kurzgeschichte „Fricky, das tapfere Eichhörnchen“ dem wurde von Autorin Xelia eingereicht:

Fricky war ein kleines, braunes Eichhörnchen, das mit seiner Familie in einem Wald lebte. Dort wohnten sie in einem Loch in einem großen Baum. Fricky war ein sehr verspieltes und neugieriges Eichhörnchen und liebte es mit seinen vier Geschwistern herumzutollen. Doch wenn Fricky etwas tiefer in den Wald laufen wollte, blieben seine Geschwister ängstlich stehen.

„Wir sollen nicht so weit weg laufen. Da ist es zu gefährlich.“, sagten seine Geschwister.
„Ach was!“, meinte Fricky. „Ihr seid ja bloß Angsthasen! Dort ist es nicht gefährlicher als hier.“ Fricky schaute seine Geschwister böse an.
„Nein, wir gehen da nicht hin. Mama und Papa haben gesagt, wir sollen immer in der Nähe bleiben.“

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Die Geschichte vom mutigen kleinen Schimpansen Eduard

Dieser Beitrag wurde von Autorin earlybird geschrieben:

In einer großen, lauten Stadt, die Berlin heißt, begann das Leben des kleinen Schimpansen Eduard. Nicht, wie ihr jetzt denkt, im Zoo, sondern auf mysteriöse Weise landete Eduard in einem Hinterhof. Das klingt vielleicht etwas schrecklich, aber das war es überhaupt nicht! In diesem Hinterhof, der von außen so langweilig wirkte, tobte nämlich das Leben.

Eduard hatte das große Glück, in eine Gauklerfamilie zu geraten. Hier musste er nicht, wie die armen Kollegen im Zoo, den ganzen Tag hinter Gittern sitzen und sich von Leuten begaffen lassen, nein, er hatte alle Freiheiten der Welt, kommen und gehen zu können, wie er wollte. Und er erhielt auch viele tolle Sachen und durfte den ganzen Tag alles machen, wozu er gerade Lust hatte, denn Eduard konnte sehr charmant sein. Da er so klein und freundlich aussah, kam niemand auf die Idee, dass er es faustdick hinter den Ohren haben könnte. Er brauchte nur mit seinen schwarzen Augen den typischen Ede Augenaufschlag zu proben, schon bekam er alles, was er wollte: Musikinstrumente, Wassermelonen, einen Schaukelstuhl und sogar richtiges Gourmetessen, wie Crevetten und Sushi.

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