Autoren oder Texter? Das meinen unsere Autoren dazu! – Teil 2

Im letzten Teil unserer Interviewserie haben wir mit unserem Autor Laimingas über den Unterschied zwischen Textern und Autoren, seine Selbsteinschätzung als Schreiberling bei uns und viele weitere Fragen gesprochen. Für den folgenden Beitrag haben wir unsere Autorin texttexterei gewinnen können: Erfahren Sie hier mehr über ihren persönlichen Weg als Autorin, über Äpfel und Birnen, sowie über die Chancen, als Autor(in) ab und an auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Viel Spaß!

 

Autorin Texttexterei von content.de

Autorin: Texttexterei

„Und dann gibt es da noch das berühmte Bauchgefühl…“ – unsere Autorin texttexterei im Interview

content.de: Kennen Sie eine gängige Unterscheidung zwischen den beiden Bezeichnungen „Autor“ und „Texter“?

texttexterei: Zumindest gibt es eine, die ich als Antwort auf diesbezügliche Fragen meines Umfeldes immer parat habe…

content.de: Ah, Sie werden also des Öfteren danach gefragt? Wie antworten Sie denn dann?

texttexterei: Obwohl es nicht der korrekten Definition entspricht, ist „Autor“ für mich ein Überbegriff, der alle Tätigkeiten der schreibenden Zunft einschließt: recherchieren, beschreiben, berichten, texten, bloggen, kritisieren… Ein Autor kann Schriftsteller, Texter, Journalist, Rezensent, Kolumnist, Reporter, Lyriker oder… sein. Entsprechend breit gesteckt oder spezialisiert ist sein Tätigkeitsfeld. Read more

Autoren oder Texter? Das meinen unsere Autoren dazu! – Teil 1

Im Blogbeitrag „Das Handwerk der geschriebenen Worte: Autoren und Texter bei content.de“ haben wir beleuchtet, worin genau der Unterschied zwischen diesen beiden Tätigkeitsbereichen besteht. Einige unserer Autorinnen und Autoren (oder etwa doch Texterinnen und Texter…?) haben durch interessante Kommentare bereits ihre Meinung dazu beigetragen. Wir vom content.de-Team wollten es aber noch genauer wissen und haben daher Interviews mit einigen unserer Autorinnen und Autoren geführt. Lesen Sie hier im ersten Teil unserer Interviewserie, was unser Autor Laimingas zum spannenden Thema „Autor vs. Texter“ zu sagen hat!

 

Unser Autor Laimingas im Interview.

Unser Autor Laimingas im Interview.

„Ich bin voll mit Geschichten“ – unser Autor Laimingas im Interview

content.de: Kennen Sie eine gängige Unterscheidung zwischen den Begriffen „Texter“ und „Autor“? Bitte fassen Sie Ihre Vorstellungen kurz zusammen.

Laimingas: Soweit ich den Unterschied verstehe: Ein Texter übernimmt Aufträge von Anderen, setzt gegebene Ideen und Vorstellungen in – möglichst gute – Sprache um. Ein Autor verwirklicht seine eigenen Ideen. Das können Gedichte sein, Kurzgeschichten, Romane, Essays usw.

content.de: Verstehen Sie sich bei Ihrer Tätigkeit hier auf content.de eher als Autor oder als Texter? Warum?

Laimingas: Beim Großteil der Texte, die ich bisher auf content.de geschrieben habe, sehe ich mich als Texter. Ich habe für einen Kunden auch schon Geschichten erfunden, Figuren geschaffen, war also in gewisser Weise Autor. Die Vorgabe war allerdings, dass ich mit diesen Geschichten die Branche des Kunden bediene. So gesehen bin ich – Texter. Read more

Die content.de-Top 5 der deutschen Kinderbuchautoren – Teil 5

Den Abschluss unserer Blogreihe über unsere fünf Lieblings-Kinderbuchautoren macht heute unsere Autorin Siv: Lesen Sie hier ihren Artikel über Paul Maar.  

Paul Maar: Der Erfinder des feuerroten Sams mit blauen Wunschpunkten

Autor Paul Maar bei einer Lesung in Halle. Quelle: Wikipedia/Dagny Giel

Autor Paul Maar bei einer Lesung in Halle. Quelle: Wikipedia/Dagny Giel

Mit seinen fantasievollen Kindergeschichten begeisterte Paul Maar zuerst seine eigenen Kinder und mittlerweile Kinder auf der ganzen Welt. Schon früh begann Paul Maar eigene Geschichten zu erfinden, da es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Kinderbücher zum Lesen gab. Außerdem wurde seine Leseleidenschaft von seinem Vater nicht gern gesehen. Nach der Schule, die ihn oft langweilte, studierte Paul Maar Kunst und arbeitete für einige Jahre als Kunsterzieher. Parallel dazu begann er mit dem Schreiben. Ursprünglich wollte Paul Maar für Erwachsene schreiben. Als er dann jedoch Vater wurde, fing er an, Kinderbücher zu verfassen, denn die Qualität der vorhandenen Kinderbücher enttäuschte ihn sehr. Also setzte er sich an seinen Schreibtisch und schrieb unter anderem Geschichten über einen tätowierten Hund. Read more

Die content.de-Top 5 der deutschen Kinderbuchautoren – Teil 4

Im vierten Teil unserer Kinderbuchautoren-Blogserie geht es heute um Cornelia Funke, die wohl erfolgreichste Kinderbuchautorin Deutschlands. Jens stellt die engagierte Powerfrau und ihre Werke vor.

 

Die beliebte Kinderbuchautorin Cornelia Funke

Die beliebte Kinderbuchautorin Cornelia Funke Foto: Cruccone/Wikipedia

Von Wilden Hühnern und Tintenwelten: Cornelia Funke

Cornelia Funke ist eine der bekanntesten und beliebtesten deutschen Kinderbuchautorinnen. Die Diplompädagogin und ausgebildete Buchillustratorin ist seit den späten 1980er-Jahren als Autorin erfolgreich und neben ihren beliebten Kinder- und Jugendbuchreihen auch international für ihre phantastischen Romane bekannt. Cornelia Funke zeigt des Weiteren in vielfältiger Weise soziales Engagement, etwa als Botschafterin der UN-Dekade für die biologische Vielfalt oder als Patin des Kinderhospizes Bethel.

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Pippa und die Flunkersprossen

Und noch eine Kindergeschichte, diesmal von unserer Autorin talenta:

Der verräterische Sonnenstrahl

Pippa stand vor dem großen Spiegel im Bad und übte gerade „böse und furcht- einflössend gucken.“ „Gar nicht schlecht,“ befand sie, während sie im Spiegel kritisch beobachtete, wie ihre großen, grünen Augen sich zu Schlitzen verengten, während sich die Stupsnase ein wenig kräuselte und sie den Mund ganz fest zusammenkniff. Die Augenlider müssen noch weiter nach innen, ermahnte sie sich. Das würde Leo schon beeindrucken, da war sie sich sicher. Der Blödmann! Nur weil sie ein Mädchen war, meinte er, er könne sie auf dem Schulhof herumschubsen. Der würde sich wundern, wie böse sie gucken kann! Leo würde vor Angst hoffentlich tot umfallen! Und falls Ihr meint, böse gucken ist doch ganz einfach, könnt ihr es ja gerne selber mal probieren. Read more

Der unheimliche Nachbar

Auch Sigrid Klintworth hat eine Kindergeschichte für unsere Osteraktion geschrieben:

Sarah lag auf der Wiese und kaute auf einem Grashalm. Sie summte dabei ein Lied vor sich hin und beobachtete eine kleine weiße Wolke, die über ihr am blauen Himmel vorbeizog, und seufzte zufrieden. Der letzte Schultag im Jahr war sehr schön und sie hatte ein tolles Zeugnis mit nach Hause gebracht. Nun hatten die großen Ferien angefangen, das Wetter war traumhaft schön und sie wartete auf ihre Cousine und ihren Cousin, die die Sommerferien bei ihnen verbringen würden. Read more

Der große Sturm im Zwergenwald

Die Kindergeschichte unserer Autorin Maria:

„Mama, Mama“, rief der kleine Friedolin, „komm zu mir, es donnert so, ich fürchte mich!“

Schnell eilte die Mutter zum jüngsten Zwergenkind, das schon in seinem eigenen Bettchen in der kuscheligen Wurzelhöhle schlief. Jetzt war der kleine Friedolin vom Heulen des Windes und dem lauten Rauschen der Bäume aufgewacht. In dieser Nacht war es aber auch sehr stürmisch draußen. Man hörte es in den Bäumen knacken und krachen. Alle Äste mussten ihre ganze Kraft aufbringen und sich festhalten, dass sie der Wind nicht abriss. Hin und her tanzten sie alle im Sturm und dabei gaben sie furchterregende Geräusche von sich. Nein, da draußen ging in dieser Nacht kein schöner Tanz der Bäume ab. Read more

Ein Pfeil und ein M

Eine weitere Kindergeschichte für unsere Osteraktion. Diesmal von Autorin Eule1:

Alle nannten mich Rostbirne wegen meiner roten Haare. In England bezeichnen sie Leute wie mich als „ginger people“. Das klingt irgendwie netter, finde ich. Eigentlich heiße ich Sandra und mein echter Name stört mich kein bisschen.

In meiner alten Klasse ging ich noch gern zur Schule. Das änderte sich jedoch schlagartig, als ich in die 6a hochgestuft wurde, weil man mir nachsagte, dass ich zu schlau für die fünfte Klasse sei. (Den Schulstoff für das gesamte Jahr hatte ich mir schon kurz nach den Sommerferien aus den Schulbüchern angelesen.)

Alles fing mit einer gehässigen Bemerkung meines neuen Klassenlehrers an. Ich reckte meinen Arm in die drückende Mittagshitze, um eine Frage zu seinem langatmigen Vortrag über die alten Germanen zu stellen. Erst ignorierte er meine Meldung minutenlang, dann öffnete er seine Arme theatralisch und sagte mit einem gekünstelten Unterton in die müden Gesichter meiner Klassenkameraden: „Fräulein Rotschopf weiß es natürlich wieder besser. Was hast du uns nun wieder Inhaltsreiches mitzuteilen?“ Read more