Vier Tage – 283 Kilometer – 8484 Höhenmeter: Craft Bike Trans Germany 2012

 

Ralf Maciejewski Craf Bike Trans Germany 2012
Ralf Maciejewski: Finisher bei der Craft Bike Trans Germany 2012

Wie heißt es so schön: „Der Schmerz geht und der Stolz bleibt.“ Zwei Tage nach meinem Zieleinlauf in Garmisch-Partenkirchen kann ich dieses Zitat durchaus bestätigen und präsentiere mich meinen Kollegen von content.de in der Alten Sackfabrik stolz in meinem Finisher-Shirt der Craft Bike Trans Germany 2012.

Vor ca. einem Jahr habe ich mich entschlossen an diesem Event teilzunehmen. Je näher das Datum rückte und ich meinen Leistungsstand in zwei Vorbereitungsrennen im Harz auf die Probe stellte, desto mehr wuchsen die Anspannung aber auch die Zweifel, ob ich dieses Etappenrennen von Sonthofen über Pfronten nach Lermoos und Seefeld in Österreich sowie dem Zielort Garmisch-Partenkirchen durchstehen werde.

Tag 1

Trotz einer etwas missglückten ersten Etappe inkl. Oberschenkelkrämpfen am letzten Anstieg sowie einer Fehleinschätzung bei der mitgeführten Verpflegungsmenge, kam ich völlig erschöpft und um einiges schlauer nach 5 Stunden und 30 Minuten und 2758 Höhenmetern in Pfronten an. Zuerst schmiss ich viel Magnesium ein um den Krämpfen zu begegnen und am nächsten Morgen waren meine Trikottaschen mit Bananen und Schoko-Riegeln vollgestopft.

Tag 2

Mit Mars, Snickers und Raider im Schlepptau lief es gleich viel besser und mein Kohlenhydrat-Haushalt wurde in der Hoffnung, dass diese Lieblinge nicht auf der Doping-Liste stehen, jede halbe Stunde auf Vordermann gebracht. Dazu kam das traumhafte Wetter und so radelte es sich bei bester Laune durch die grandiose Alpenlandschaft und die Sonne brutzelte ununterbrochen auf meine freien Hautpartien. Nach 5 Stunden und 4 Minuten rollte ich in Lermoos in Tirol mit einen ordentlichen Sonnenbrand aber überglücklich über die Ziellinie. Tag 2 und 2295 Höhenmeter waren geschafft.

Tag 3

Der Zielort des dritten Tages der Craft Bike Trans Germany 2012 war Seefeld in Tirol und es sollte erneut ein sonniger Tag werden. Meinen geschundenen Hautpartien wollte ich nicht noch eine weitere Belastung zumuten und so hieß es Sonnencreme auftragen bis der Arzt kommt. Nach dem Startschuss ging es auf die Kürzeste der vier Etappen. Knapp 60 Kilometer und 1864 Höhenmeter sollten bewältigt werden. Auf dieser Etappe überquerten wir den höchsten Punkt der gesamten Tour, die Ehrwalder Alm mit 1602 Metern. Etwas mehr als 600 Höhenmeter mussten dafür am Stück erklommen werden. So langsam kam ich auch in den Tritt und flog in Marco Pantani-Manier – vielleicht nicht ganz so schnell – dem Höhepunkt der Tour und dem wunderschönen Zielort Seefeld entgegen. 3 Stunden 33 Minuten zeigte die Uhr als ich die Ziellinie überquerte.

Tag 4

Als ich den nächsten Morgen die Augen aufschlug und aus dem Fenster schaute war mir gar nicht nach radeln zumute. Der Blick auf das Thermometer tat sein Übriges. 6 Grad und Regen sind nicht gerade das Wunschwetter für ein Fahrrad ohne Schutzbleche. Doch es war die letzte Etappe und das Finisher-Shirt musste unbedingt her. Also Augen zu und durch und so begab ich mich mit ca. 700 anderen Fahrern auf die letzten 78 Km und 1731 Höhenmeter nach Garmisch. Bei Dauerregen und vollgesogen wie ein Schwamm wurde also der Endspurt eingeläutet und mit Volldampf die Ziellinie und erhobener Becker-Faust nach 4 Stunden und 4 Minuten überquert.

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Wer Lust hat im nächsten Jahr die Bike Trans Germany zu fahren, kann sich gerne Tipps bei mir abholen. Viel Erfolg!

 

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