Briefingvorgaben: Grundlage für Texte, die beim Leser ankommen

Das Briefing: Die Erwartungen an den Text in Worte fassen 

content.de kann mittlerweile auf 3 1/2 Jahre Erfahrung in der Kundenbetreuung zurückblicken. In dieser Zeit haben wir viele Wünsche und realistische Vorgaben vonseiten der Auftraggeber für die Texterstellung kennengelernt. Nichtsdestotrotz gab es immer mal wieder Einzelfälle, die uns verwundert haben.

Würden wir aus diesen Einzelfällen einen Auftraggebertyp modellieren, könnten wir diesen mit nachfolgender – und sicherlich nicht(!) ernst gemeinten – Eingabemaske für Aufträge glücklich machen:

Fiktiver Briefinggenerator - content.de

Wunschvorstellungen vs. Grenzen bei der Texterstellung

Ohne im Detail auf die einzelnen Punkte unserer fiktiven Auftragserfassungsmaske einzugehen: Mit einigen Aspekten wurde so mancher Texter mit Sicherheit auch schon einmal konfrontiert. Anforderungen und Wünsche, die isoliert betrachtet durchaus nachvollziehbar sind, wenn es darum geht einem Shop ein „Mehr an Präsenz“ in den Suchmaschinen einzuhauchen oder einem Blog eine signifikante Sichtbarkeit und damit mehr Traffic zu bescheren.

Festzuhalten ist zudem auch, dass – bedauerlicherweise – oft verstärkt auf die (Such)-Maschine geschielt wird, sodass der menschliche Leser als Adressat des Textes in den Hintergrund tritt.

Ein Autor kann sich problemlos an den Erfahrungen der SEOs orientieren und einen Text derart formulieren, sodass dieser in der Suchmaschine indexiert wird. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Texter auf das nachfolgende Umfeld keinen Einfluss nehmen kann:

  • Technische Einbettung des Textes
  • Links auf die Domain
  • Verzeichnisstruktur und interne Verlinkungen
  • Social Media Signals der Domain
  • Ruf der Domain
  • etc.

Aus diesem Grund nehmen Äußerungen von Wunschplatzierungen „Wir erwarten, dass Ihr Text auf den ersten Plätze rankt“ zuweilen groteske Züge an.

Sicherlich sind einige Unternehmen aufgrund aggressiver Werbebotschaften nicht ganz schuldlos an der Entwicklung dieser Erwartungshaltung. Werbeaussagen wie: „Wir bringen Dich auf Seite 1 bei Google!“ suggerieren eine scheinbar unproblematische Realisierung dieser Vorstellung.

Fazit – Texte für den Leser formuliert schmecken auch der (Such)-Maschine

Eine Top-Platzierung mit einem Text auf der eigenen Domain ist gut für den Traffic und somit auch gut für das Geschäft. Jedoch sollte sich jeder, der mit Texten arbeitet, in erster Linie an den Menschen wenden, der diesen Text lesen soll. Überoptimierung führt zu Frust beim Texter, der einen solchen Text schreiben soll, beim Leser, dem dieser Text vorgesetzt wird und nun – glücklicherweise – zunehmend auch bei den Suchmaschinen. Nicht ohne Grund gibt es ständig diverse Algorithmus-Anpassungen bei Google, um Texte stärker nach dem Lesermehrwert zu bewerten. Mit dem Panda- und Penguin 2.0-Update wurde eine Richtung eingeschlagen, die Auftraggeber stärker auf Textqualität und „natürliche“ Texte setzen lässt.

Nutzen Sie daher Tools, wie unser CRR-Tool zur wdf*idf-Analyse mit Bedacht und denken in erster Linie an Ihre Leser. Alternativ können Sie zudem auf die Kompetenz der mehr als 5.000 Autoren setzen, indem Sie unser Themenvorschlagstool verwenden und den Autoren möglichst freie Hand bei ihrer Arbeit einräumen!

Unser Handlungsempfehlungen:

Für Autoren:

Wenn Sie auf dem Marktplatz Aufträge mit allzu abenteuerlichen Vorstellungen finden, lassen Sie diese liegen – nur dadurch kann auf der Auftraggeberseite ein Umdenken stattfinden.

Für Auftraggeber:

Arbeiten Sie – sofern für Sie möglich – mit einer offenen Aufgabenstellung. Formulierungen wie: „Schreiben Sie einen fokussierten Text, der die relevanten Aspekte des Themas angemessen berücksichtigt.“ sind zielführend.
Binden Sie die Autoren verstärkt in den Prozess ein, indem Sie diese schon am Anfang, zum Beispiel in die Themenfindung involvieren. Der Vorteil ist, dass Sie dadurch Autoren gewinnen, die in ihrem Thema fit sind und dementsprechend viel beisteuern können.

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