Interview mit der Autorin BHoffmeister

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Autorin BHoffmeister

 

1. Beschreiben Sie kurz Ihre Person und wie Sie zum Schreiben gekommen sind.

Ich bin am 23.12.1962 geboren. Nach den üblichen Berufswünschen als Kind stand ab meinem 12. Lebensjahr fest, dass ich Ärztin werden wollte. Mein Abitur mit 1,1 ließ es zu. Ich bin allerdings in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Mein Vater hatte einen eigenen Handwerksbetrieb und galt damit als „Klassenfeind“. Aus diesem Grund ließ man mich nicht zum Medizinstudium zu. Mein Lebenstraum zerbrach. In dieser Zeit fing ich an zu schreiben. Das Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten sowie die Musik (ich spiele Klavier) half mir in jener Zeit, meine Gefühle auszudrücken und Probleme zu verarbeiten.
Ich studierte dann Mathematik und Chemie und arbeitete 18 Jahre als Diplomlehrerin. Nach der Wende nahm ich parallel zur Arbeit in der Schule eine Ausbildung zur Heilpraktikerin auf. 1995 erhielt ich meine Zulassung und eröffnete meine erste Praxis. Vormittags Schule, nachmittags Praxis, drei kleine Kinder und Engagement in der Kommunalpolitik ließen damals nicht viel Zeit zum Schreiben.

Als sich der Lehrerberuf in meinen Augen vom Wissensvermittler und Erzieher mehr zum Dompteur entwickelte, gab ich 2003 die Schule auf und eröffnete meine zweite Praxis. Auch die Kommunalpolitik hängte ich an den Nagel, da ich mit Korruption und Ungerechtigkeit schon immer Probleme hatte. Gemeinsam mit meinem Lebensgefährten kaufte ich einen Medizinischen Fachhandel, der auch Fachfortbildungen für naturheilkundliche Therapeuten anbietet. Hier lehre ich bis heute auf dem Gebiet, das ich liebe – der Medizin.

Einen Einschnitt gab es 2006. Ich bin immer sehr viel um die Welt gereist. So war ich mit meiner Vortragstätigkeit seit 2005 auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs. Wir gründeten den Verein „Hilfe für Deutsche im Ausland“, der seitdem in mehreren Ländern Menschen in Notsituationen geholfen hat. Im Kontakt mit den betroffenen Personen spürte ich, wie wichtig es ist, die richtigen Worte zu schreiben. In den letzten Jahren habe ich im Rahmen der Ausbildungstätigkeit meine Präsentationen geschrieben, Skripte verfasst und Artikel in medizinischen Fachzeitungen publiziert.
Rückblickend auf mein Leben stelle ich fest, dass nichts ohne Grund passiert ist. Das viele Reisen hat mich weltoffen gemacht und tolerant gegenüber anderen Kulturen, Religionen und Sprachen. Neben Deutsch, Englisch und Russisch kann ich mich auch auf Französisch, Latein und Arabisch ausdrücken. Die Arbeit als Lehrerin verdeutlichte mir meine Liebe zu Kindern und zum Lehren. Außerdem war sie ein gutes Persönlichkeitstraining und perfekt für psychologische Studien.

Als Heilpraktikerin helfe ich Patienten, ihre Gesundheit wiederzuerlangen und vermittle meinen Kollegen, dass Arbeit in der Medizin nur gut ausgebildet und mit hohen ethischen Standards akzeptabel ist. Ein Leben auf der Überholspur mit so vielen Erfahrungen und Erlebnissen, die ich durch das Schreiben teilen kann. Für content.de schreibe ich in Heimarbeit gern, weil die verschiedenen Themen immer wieder eine Herausforderung sind. Außerdem ist es eine gute Schulung für den Schreibstil. Neues Ziel – Australien. Drei bis vier Mal im Jahr bin ich dort. Und es gibt so viel darüber zu schreiben.

2. Warum trifft ein Auftraggeber mit Ihnen die richtige Wahl? 

Ich bin offen für alle Themenbereiche. Unabhängig davon, ob ein Auftrag 1,50 Euro oder 800,00 Euro einbringt – ich gebe mein Bestes, um ihn perfekt anhand der Vorgaben abzuliefern. Ich arbeite pünktlich und plane die Annahme von Aufträgen so, dass ich es mit meinen anderen Tätigkeiten vereinbaren kann. Ich verfüge über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen aus sehr vielen verschiedenen Bereichen.

3. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht schreiben?

Ich habe meine Arbeit in meiner Praxis und im medizinischen Fachhandel. Ich gebe Seminare und halte Vorträge auf Kongressen. Ich liebe die Arbeit in meinem Garten, habe aber meist nur abends eine Stunde dafür Zeit. Mit meinen beiden kleinen Hunden spiele ich Fußball. Sie lieben es – nicht nur zu Zeiten der WM. Ich reise viel nach Australien, um Stress abzubauen, das Land zu erkunden und eine Naturheilpraxis aufzubauen. Am meisten genieße ich die wenige gemeinsame Zeit, die ich mit meinen jetzt erwachsenen drei Kindern verbringen kann.

4. Wie schaut Ihr Arbeitsplatz zum Schreiben von Texten aus, was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Mein Arbeitsplatz zum Schreiben ist ein großer Schreibtisch. Von außen sieht er nicht geordnet aus, weil ich all das, was ich gerade brauche, darauf verteile. Ich habe den Überblick, so lange nicht jemand versucht, dort „aufzuräumen“. Zum Schreiben brauche ich Ruhe. Keine Musik, keine lauten Telefongespräche, keine Diskussionen. Mein Schreibtisch steht direkt an einem großen Fenster zum Garten. Fehlt die Inspiration, dann schaue ich hinaus in die Natur. Danach geht alles besser.

5. Welche drei Bücher sollte ein Autor Ihrer Meinung nach gelesen haben?

Es ist schwer für mich, Empfehlungen zu geben, da auch Autoren sehr individuelle Interessen und Ansprüche haben. Ich selbst lese immer und überall, wenn ich Gelegenheit dazu habe. Meistens sind es Fachbücher, aber auch Romane. Zu meinen Lieblingsbüchern zählen „Fatu Hiva“ von Thor Heyerdahl, „Die Australierin“ von Ulrike Renk, „Wer nicht denken will, muss fühlen“ von Dan Ariely und von Robert Green „Die 48 Gesetze der Macht“ und „Die 24 Gesetze der Verführung“.

6. Welche Textaufträge würden Sie gerne übernehmen, die Sie bislang noch nicht geschrieben haben und warum?

Ich würde gern Textaufträge übernehmen über Religionen und Kulturen, die Thematik „Krieg und Frieden“ und Depressionen und Suizid bei jungen Erwachsenen. Über die unterschiedlichen Religionen besteht sehr viel Unkenntnis. Dadurch ergeben sich Vorurteile und Feindbilder. Bezeichnet jemand alle Deutschen als Nazis nur wegen einiger Gruppierungen, wehren wir uns dagegen. Werden alle Moslems als Terroristen betrachtet, ist das plötzlich etwas ganz anderes. Aufklärung würde helfen. Das Thema Krieg und Frieden geht in eine ähnliche Richtung. Der größte Teil der Menschheitsgeschichte waren Kriege. Die Menschen heute müssen lernen, andere Menschen als gleichwertig zu akzeptieren und zu respektieren. Das setzt voraus, dass sie die Mechanismen der gezielten Manipulation verstehen und sich nicht zum Werkzeug dieser Manipulationen machen lassen. Und Depressionen und Suizid – ich habe die unglaubliche Trauer und den Schmerz hautnah miterlebt, als der 22-jährige Sohn meines australischen Partners Suizid verübte. Die Angehörigen bekommen meist keine wirkliche Hilfe. Jeder meint es gut, und keiner kann helfen. Dass Depressionen zum Suizid führen können, was wirkliche Depressionen sind und wie Freunde und Angehörige dem Betroffenen helfen können, das wäre ein sehr spannendes Thema.

7. Mit welchen Worten würden Sie uns im Autorenkreis weiterempfehlen?

content.de bietet eine gute Basis für Autoren, die vielseitig sind und Herausforderungen gern annehmen. Ratschläge und Textbewertungen helfen, den Schreibstil zu verbessern. Die technische Abwicklung ist perfekt.

One thought on “Interview mit der Autorin BHoffmeister

  • 6. August 2014 at 01:07
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    Bin beeindruckt. Das ist ein sehr aussagekräftiges und interessantes Portrait. Ich wünsche der Autorin viel Kraft und Erfolg auf ihren zukünftigen Reisen und immer einen Zentimeter Luft unter der Tastatur. 😉

    LG, Claudia

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