Interview mit Autorin Candyra von content.de

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Autorin Candyra

1. Beschreiben Sie kurz Ihre Person und wie Sie zum Schreiben gekommen sind.

Nun ja, mir wurde häufig liebevoll vorgeworfen, dass ich mit dem Kopf zu sehr in den Wolken hänge. Eigentlich habe ich mir schon immer irgendwelche Geschichten ausgedacht und in Metaphern geredet, die außer mir manchmal keiner verstand. Meinen ersten Roman schrieb ich mit Anfang Zwanzig. Es handelt sich hierbei um einen Werwolf-Roman, der auch bei den Verlagen gut ankam. Es lag jedoch an meinem damals noch recht unreifen Stolz, dass es zu keiner Veröffentlichung kam, da der Roman auf einem Rollenspielsystem basierte und ich somit einiges hätte ändern müssen. Für eine No-Name-Autorin kauft jedoch kein Verlag irgendwelche Rechte auf. Meine erste richtige Buchveröffentlichung war schließlich im Jahr 2010.

2. Warum trifft ein Auftraggeber mit Ihnen die richtige Wahl? 

Ich arbeite eigentlich mehr instinktiv. Manchmal sitze ich vor einem Auftrag und denke nur „Blubb!“ Dann setze ich mich irgendwo anders hin, fange an zu träumen und auf einmal fließen mir die Wörter in den Kopf. Der Text wird nur dann gut, wenn man auch ein Gefühl dafür hat.

3. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht schreiben?

Mit meinem Home Office, den Kindern und dem Haushalt bleibt meist nur wenig Zeit für irgendetwas anderes. Aber wenn ich es zwischendurch schaffe, sieht man mich auch mal beim Taekwondo oder Fitness-Training.

4. Wie schaut Ihr Arbeitsplatz zum Schreiben von Texten aus, was ist Ihnen dabei besonders wichtig? 

Eigentlich arbeite ich am besten, wenn ich an einem schön aufgeräumten Arbeitsplatz sitze. Ausgestattet mit einem hübschen Untersatz für den Kaffee. In der Realität herrscht jedoch meistens heilloses Chaos mit Papieren, Kekspackungen, leeren Red Bull Dosen usw. Man nimmt es sich zwar jeden Tag wieder vor, doch es kommt eigentlich immer etwas dazwischen, das ich für wichtiger oder auch angenehmer erachte.

5. Welche drei Bücher sollte ein Autor Ihrer Meinung nach gelesen haben?

Meine natürlich! – Scherz beiseite – Ich habe vor kurzem nach dem Roman „Das kupferne Zeichen“ von Katja Fox gegriffen und war wirklich beeindruckt. Sehr stimmungsvoll, spannend und auch sehr informativ, wenn man sich für das Mittelalter interessiert. Und natürlich: „Ein gutes Omen“ von Terry Pratchett und Neil Gayman. Schon dreimal durchgelesen und ich muss immer noch lachen. Auch den Sience Fiction Roman „Alle Zeit der Welt“ von Pia Biundo kann ich nur wärmstens empfehlen. Kein Buch für die Fans von Weltraumschießereien und Alien-Invasionen. Die Autorin hat verstärkt die Charaktere und ihre Beziehungsentwicklung untereinander in den Vordergrund gestellt.

6. Welche Textaufträge würden Sie gerne übernehmen, die Sie bislang noch nicht geschrieben haben und warum?

Schwer zu sagen. Die meisten Themen, über die ich gerne schreibe, lassen sich in der Textlänge (bzw. -kürze) eigentlich nicht so verwirklichen, wie ich es wohl gerne hätte. Oder anders gesagt: Zu umfangreich, um KEIN Buch darüber zu schreiben. 😉

7. Mit welchen Worten würden Sie uns im Autorenkreis weiterempfehlen?

Bis man ein Buch fertig hat und etwas Geld in die Kasse kommt, vergeht ungefähr ein Jahr (wenn es gut läuft). Bei content.de könnt Ihr euch währenddessen nicht nur etwas für den alltäglichen Bedarf dazuverdienen, ihr bekommt auch mehr Praxis im Recherchieren und erfahrt einige interessante Dinge über Themen, die Ihr zuvor völlig ignoriert habt.

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