Interview mit Autor Diderot

Autor Diderot

Beschreiben Sie kurz Ihre Person und wie Sie zum Schreiben gekommen sind.
Mit 18 reichte ich meinen ersten Wettbewerbsbeitrag bei dem leider verblichenen Kulturmagazin „Westermanns Monatshefte“ ein. Mit 20 schrieb ich einen Roman in der späten Nachfolge Kafkas. Meine literarischen Meriten: Eine Veröffentlichung 2001 durch den leider verblichenen Großlyriker Peter Rühmkorf; und die Zweitplatzierung im Kurzgeschichtenwettbewerb des Deutschen Roten Kreuzes 2008. 2010 schrieb ich die ersten Agenturtexte. Jetzt bin ich im vierten Jahr bei content.de und dort glücklich beheimatet.

Warum trifft ein Auftraggeber mit Ihnen die richtige Wahl?

Meine Auftraggeber profitieren von meiner Erfahrung als Fiction-Autor. Ein Roman ist wie ein riesiges Theaterstück, in dem der Schriftsteller alle Figuren erfindet und darstellt. Das Schreiben von Gebrauchsprosa ist nichts anderes: Ich muss mich in die Rolle des Auftraggebers einfinden und so genau wie möglich erspüren, in welchem Ton er sein Sujet behandelt haben möchte.

Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht schreiben?
Im nicht-literarischen Leben begegnen mir jede Menge Geschichten. Ich arbeite als Ergotherapeut in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ich habe in langer Berufstätigkeit erfahren, wie unglücklich der Mensch sein kann und wie kreativ, um sich dagegen zu wehren.

Wie schaut Ihr Arbeitsplatz zum Schreiben von Texten aus, was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
Mein Schreibtisch ist eine Art Schreiblandschaft, riesengroß und immer vollgestellt. Ich lese meistens drei Bücher gleichzeitig und zeichne gerne, also stapelt sich die aktuelle Lektüre, Künstlermaterial, Scheren, Rechnungen, Klebestifte, ausgediente Batterien, CD-Spindeln, Tipp-Ex und Aufladekabel. Alle zwei Monate mache ich einen Kahlschlag, aber vieles steht unter Naturschutz. Aber eigentlich brauche ich fürs Schreiben nur eines: Stille.

Welche drei Bücher sollte ein Autor Ihrer Meinung nach gelesen haben?

  1. Leo Tolstoj: Krieg und Frieden – für mich das Buch der Bücher, der klügste und gültigste Blick auf die menschliche Seele.
  2. Ludwig Reiners: Kleine Stilkunde – die Initialzündung aller guten Belehrungen über das Schreiben, eine Abhandlung, die beweist, wie fruchtbar die deutsche Sprache ist und wie furchtbar ihr Unkraut.
  3. Tschuang-Tse: Reden und Gleichnisse – der Klassiker der taoistischen Literatur, die perfekte Medizin gegen das Sich-Wichtig-Nehmen.

Welche Textaufträge würden Sie gerne übernehmen, die Sie bislang noch nicht geschrieben haben, und warum?
Wenn ich die fast vier Jahre bei content.de Revue passieren lasse, fallen mir kaum Themen ein, über die ich nicht geschrieben hätte. Von der Beschreibung von Sarggestecken bis zur Geschichte des Pornofilms (Verzeihung) war eigentlich alles dabei. Wünsche? Vielleicht eine Anleitung zum Glücklichsein in 10.000 Wörtern. Aber die würde kontrovers diskutiert werden.

Mit welchen Worten würden Sie uns im Autorenkreis weiterempfehlen?
Auf content.de ist Verlass. Alle Scherereien, die ein Autor nicht haben will, werden von content.de erledigt. Du wirst gerecht nach deinen Fähigkeiten beurteilt und gut bezahlt. Diese Agentur ist ein sicherer Heimathafen.

2 thoughts on “Interview mit Autor Diderot

  • 6. November 2016 at 22:51
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    Wow, dass hier mal eben ein Buch eines NSDAP-Mitgliedes empfohlen wird, ohne mit der Wimper zu zucken, ist schon ein starkes Stück. Dass dieses Buch auch noch zu Großteilen ein Plagiat ist, scheint auch nicht zu stören. Das Original stammt von übrigens von Eduard Engel und heißt „Deutsche Stilkunst“. Der Nazi hat sich nicht mal die Mühe gemacht, einen eigenen Titel zu ersinnen.
    Chapeau für diese glanzvolle Empfehlung, Herr Autor!

  • 7. November 2016 at 09:24
    Permalink

    Danke für den Hinweis. So wie wir das nach kurzer Recherche sehen, sind die Inhalte des Buches unstrittig und werden vielfach empfohlen. Sie enthalten kein nationalsozialistisches Gedankengut. Auf die Diskussion um die Entstehungsgeschichte des Buches sollte sicherlich hingewiesen werden. Hier kann man bei Wikipedia und z. B. in der Welt fündig werden

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