Interview mit der Texterin „Friedliche“

Texterin Friedliche

Texterin Friedliche

 

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Person.

Bücher gehören zu meinem Leben, seit ich lesen kann. Diese Liebe hat mein Vater ebenso entfacht wie die Leidenschaft für Geschichte und Politik. Ich konnte mich schon als Kind in durch Worte erschaffene Welten hineinversetzen, in ihnen versinken und meine Umgebung vergessen – und das hat sich bis heute nicht großartig geändert. Sprachen waren daher nie ein Problem in der Schule, im Gegenteil. Auch in meiner wirklich abwechslungsreichen beruflichen Laufbahn kamen mir meine sprachlichen Stärken entgegen. Bis zur Erfüllung meines lang gehegten Traums, nämlich mit dem Schreiben Geld verdienen zu können, brauchte es aber erst einen krankheitsbedingten Bruch im Berufsleben. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, meine Konzentrationsfähigkeit effektiv trainieren zu können, stieß ich auf content.de und andere Plattformen. Das war 2012. Aus diesem „Reha-Programm“ wurde relativ schnell eine klar zu fassende Chance, mich beruflich ganz aufs Schreiben fokussieren zu können – und die habe ich genutzt.

Warum trifft ein Auftraggeber mit Ihnen die richtige Wahl?

Nicht jeder Auftraggeber trifft mit mir die richtige Wahl, entwickeln wir doch eine ganz eigene Schreibe und bestimmte thematische Schwerpunkte. Wenn ein Auftraggeber aber selbst bei komplexen Themen Wert auf gut recherchierte Fakten, eine saubere Sprache und im besten Fall auch eine eigene Meinung legt, dann sollte er mich unbedingt kontaktieren.

Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht schreiben?

Das geschriebene Wort ist noch immer meine Leidenschaft – auch in der Freizeit. Die Medien haben sich verändert, ich recherchiere heute leidenschaftlich gern interessante Themen im Internet, in TV-Sendungen oder Dokumentationen. Da ich auch verschiedene Gründungsprojekte begleite, bin ich thematisch sehr breit aufgestellt: Eine spannende Geschäftsidee kann mich wirklich begeistern. Dann gibt es ja noch meine Freunde und eine Familie, die weit verstreut ist und doch zusammenhält, wenn es darauf ankommt – und es gab in diesem Jahr einige Krisen zu meistern. Danke an dieser Stelle an Nina und das Team von content.de, das mich wirklich klasse unterstützt hat.

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz zum Schreiben von Texten aus, was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Natürlich habe ich einen großen Schreibtisch in meinem heimischen Arbeitszimmer, gut ausgeleuchtet, oft genug zugestellt mit allen möglichen Ordnern und mit Blick ins Grüne. Allein, ich schreibe nicht immer dort. Ich schreibe morgens um 5 Uhr auf der Terrasse, abends auf der Couch, in der Küche, im Garten – der Ort ist nebensächlich, wenn es gerade „läuft“. Wichtig ist nur, dass ich Ruhe habe.

Welche drei Bücher sollte ein Autor Ihrer Meinung nach gelesen haben?

Auf drei Bücher festlegen? Unmöglich. Zu manchen Büchern greife ich immer wieder – und das nun schon seit Jahrzehnten. Andere werden mir schon beim Lesen langweilig, weil sie zu „schnell geschrieben“ sind, ihnen also die Tiefe in der Sprache fehlt. Wer es aber vermag, mit Worten Bilder zu malen, die Spannung spürbar knistern zu lassen oder auch Kompliziertes plausibel zu machen, den werde ich immer wieder lesen. Dazu zählen beispielsweise Sir Peter Ustinov, den ich beim Lesen schmunzeln höre, oder der sprachgewaltige Peter Berling, der mich oft genug über die gekonnt verwischte Grenze zwischen Realität und Fantasie hinweg entführt hat. Brauche ich eine Lektion in puncto zu lange Sätze, greife ich zu Peter Scholl-Latour oder Yanis Varoufakis – beides wahre Meister des Schachtelsatzes. Es geht, so denke ich, nicht um bestimmte Bücher, die ein Autor gelesen haben sollte. Wer gut schreiben will, muss viel lesen – irgendwo habe ich das einmal aufgelesen.

Welche Textaufträge würden Sie gerne übernehmen, die Sie bislang noch nicht bearbeitet haben, und warum?

Ich würde mich gerne einmal so richtig zur Politik auslassen, ohne dabei an Vorgaben gebunden zu sein. Das ist mit viel Recherche verbunden und letztendlich immer eine sehr subjektive Angelegenheit, die ich bislang nur in wenigen Aufträgen ausleben konnte. Aber dann habe ich es genossen.

Mit welchen Worten würden Sie uns im Autorenkreis weiterempfehlen?

Dazu habe ich schon viele Worte bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten gefunden: Im Gegensatz zu den anderen von mir frequentierten Texter-Plattformen schätze ich bei content.de die persönliche Betreuung – die ist einzigartig und gibt mir in der relativen Anonymität eine unbezahlbare Sicherheit. Ich fühle mich hier nicht als Autor Nr. X, sondern sehr gut aufgehoben und mit meinen Befindlichkeiten angenommen. Leidenschaft, Fleiß und Qualität werden belohnt, alle Abläufe sind transparent und optimiert. So stelle ich mir eine Crowdworking-Plattform vor, die über den ohnehin hohen Standard hinaus mit dem gewissen Etwas punkten kann. Danke.

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