Texterinterview: Texter schriftsatz


Stellen Sie sich bitte kurz vor und beschreiben Sie, was Sie motiviert hat, bei content.de aktiv zu werden.

Ich bin seit rund dreißig Jahren Texter. In dieser Zeit habe ich vom Dialog-, Event- und Retail-Marketing über klassische und multimediale Kampagnen bis hin zum Corporate-Publishing so gut wie jeden Bereich unternehmerisch oder institutionell motivierter Kommunikation intensiv kennengelernt. Darüber hinaus war ich in journalistischen Bezugsfeldern aktiv. In Sachen content.de bin ich allerdings ein ausgesprochener Spätzünder. Denn wie viele schon länger freiberuflich am Markt agierende Texter hatte ich geraume Zeit starke Vorbehalte gegen das Konzept der Wortpreise. Für mich klang das alles pauschal nach Dumping. Rund 150 verfasste Wortpreistexte später bin ich heute wesentlich klüger und sehr froh, dass ich im September 2019 endlich den Schritt gewagt habe, meine Vorurteile gegen Erfahrungen einzutauschen.

content.de ist für mich als Freiberufler ein optimales, sehr unkompliziertes On-demand-Instrument, um meine schreiberischen Kapazitäten über mein gewohntes Geschäft hinaus mit zusätzlichen spannenden und herausfordernden Aufträgen voll auszulasten. Nach so etwas habe ich eigentlich schon ziemlich lange gesucht.

Planen Sie Ihren Text-Output? Orientieren Sie sich an einem monatlichen Zielverdienst oder schreiben Sie nur, wenn es Aufträge zu Ihren Lieblingsthemen gibt?

Es ist mir sehr wichtig, dass Thema und Format eines Textes zu meinen Skills und meinen Vorlieben passen. Bei allen Formen von Ratgeberartikeln in rechtlichen, geschäftlichen oder gesellschaftlichen Zusammenhängen bin ich zum Beispiel sehr gerne dabei. Aber auch gastronomische, medizinische und touristische Themen sowie Porträts von Unternehmen reizen mich aufgrund meiner Vorerfahrungen je nach Zuschnitt in besonderer Weise. Eigentlich nehme ich ausschließlich die Aufträge an, von denen ich denke: Hey, da hast Du eine konkrete Vorstellung, da kennst Du Dich aus, also mach den Job.

Planen muss ich im Hinblick auf meine Auslastung. Wenn ich drei Open Orders annehme, eine Stunde später zwei ASAP-Aufträge von einem meiner „normalen“ Kunden erhalte und dann noch eine Direct Order hereinkommt, kann es gelegentlich sportliche Herausforderungen geben. Die brauche ich aber auch, denn welcher echte Texter fühlt sich schon wohl ohne die eine oder andere Deadline im Nacken?

Gab es Stolpersteine, falls ja, welche und wie sind Sie damit umgegangen?

In gewisser Weise ja. Denn am Anfang meiner Arbeit auf content.de stand etwas, das ich gar nicht erwartet hatte, und das mir als Texter vorher schon lange nicht mehr untergekommen war: Ich hatte beim Einreichen meiner ersten über die Plattform verfassten Texte regelrecht Lampenfieber. Als gestandener Profi!

Das Gegenüber bis auf das Briefing oder einige kurze Nachrichten zunächst so gar nicht einschätzen zu können, ja, überhaupt nicht zu kennen – das war irritierend für mich. Legte sich aber nach relativ kurzer Zeit und ist mittlerweile eine vertraute Arbeitssituation. Zumal ich viele Auftraggeber durch den längeren Austausch über die Nachrichtenfunktion der Plattform dann doch auf gewisse Weise kennengelernt habe.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie Ihre ersten Group/Direct Orders erhalten haben? Wie konnten Sie die Auftraggeber für sich gewinnen?

Meine ersten Direct Orders bekam ich nach etwa vier Wochen. Das ergab sich ganz organisch in Form von Folgeaufträgen. Ein auf der Basis einer Open Order verfasster, 2.000 Wörter umfassender Text zu einem gesellschaftlichen Thema hatte den Auftraggeber so überzeugt, dass er mich mit einer Serie von vier weiteren Texten ähnlichen Umfangs und vergleichbarer Ausrichtung beauftragte. Auf diese Weise lief es dann auch in der Folge fast immer.

Ein anderer Kanal zur Generierung von Direct Orders war und ist für mich der effiziente Support der Autoren durch content.de, durch den ich ebenfalls einen langfristigen Auftraggeber gewinnen konnte. Mit Group Orders habe ich bislang keine Erfahrungen gemacht.

content.de bietet diverse Möglichkeiten, um als Texter auf sich aufmerksam zu machen, zum Beispiel: Selbstdarstellung mittels Autorenprofil, Teilnahme an Ausschreibungen (Schwarzes Brett), das Einreichen von Themenvorschlägen, Nachfassen bei Open-Order-Kunden etc. – Was ist aus Ihrer Sicht am effektivsten, um Stammkundschaft über content.de aufzubauen?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich außer der Kurzvorstellung über das Autorenprofil viele dieser sicherlich sehr nützlichen Instrumente nicht wirklich nutze, sondern meine Aktivitäten aus organisatorischen und zeitlichen Gründen bislang, wie oben schon anklang, auf Open und Direct Orders beschränke. Für mich stellt der effektivste Weg, sich auf content.de Stammkundschaft aufzubauen, deshalb das beständige Liefern einwandfreier und einzigartiger Qualitätstexte dar.

Was ich abseits des Metathemas Akquise an content.de in Bezug auf meine persönliche Weiterentwicklung großartig finde: das professionelle Lektorat und die Textbewertungen auf der Plattform. Als Texter weiß ich natürlich, dass individueller Spracherwerb nie wirklich abgeschlossen ist und selbst die meisten beruflich schreibenden Menschen auch mit fortschreitender Erfahrung noch orthographische und lexikalische Fehlannahmen mit sich herumschleppen. Allerdings auf einem Niveau, das kaum jemandem auffällt. Den Lektorinnen und Lektoren von content.de jedoch schon.

Sind Ihnen Fehler bei der Bewerbung um Aufträge unterlaufen? Gibt es etwas, das Sie zukünftig anders handhaben würden?

Fehler bei der Bewerbung um Aufträge kommen aus meiner Sicht immer wieder vor. Zumeist sind es jedoch keine, die man durch eine andere Handhabung vermeiden könnte. Sie ergeben sich oft zwangsläufig, weil es keinen echten Match zwischen Anbieter und Auftraggeber gibt. Mein Corporate-Behaviour ist zum Beispiel eher herzlich und aufgeschlossen. Das kann betont geschäftsmäßig auftretende Auftraggeber abschrecken. Ob es aber ein Fehler von mir ist, in meinem Auftritt trotzdem stringent zu bleiben? Im Sinne der Ausprägung einer authentischen Anbietermarke aus meiner Sicht eher nicht.

Wo wir jedoch gerade von Fehlern sprechen: Die Arbeit mit content.de hat mich gelehrt, der guten alten Textertugend Briefing-Disziplin noch einmal mehr Aufmerksamkeit zu schenken als ohnehin schon. Denn da habe ich mir hier anfänglich leider Unaufmerksamkeiten erlaubt.

Seriöse Heimarbeit erfolgreich umsetzen: Welche drei Tipps haben Sie für einen Texter, wenn er bei content.de richtig durchstarten möchte? Wie kommt der Texter an Aufträge und produziert guten Content?

  1. Kenne Deine Stärken und orientiere Dich bei der Auftragsannahme an ihnen. Nimm also nicht einfach Aufträge an, von deren Erledigung Du lediglich eine vage Vorstellung hast, weil Du Einnahmen generieren willst. Das geht nach hinten los.

  2. Denke immer daran, dass Deine Texte Deine besten Verkäufer sind, widme Dich also jedem Auftrag mit vollem Engagement.

  3. Lass Dich von der vordergründigen Anonymität der Plattform nicht dazu verleiten, unverbindlich und unpersönlich zu werden. Gib Deinen Nachrichten immer Charakter, sei offen und kommunikativ und reagiere möglichst rasch auf Anfragen und Nachrichten Deiner Auftraggeber.

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