Interview mit Texterin A112358

Texterin Gespraech_A112358 von content.de

Stellen Sie sich bitte kurz vor und beschreiben Sie, was Sie motiviert hat, bei content.de aktiv zu werden.

Ich bin Nadine und lebe seit ein paar Jahren im schönen Schleswig-Holstein. Gebürtig komme ich aus der Nähe von Herford, das ja bekanntlich die Heimat von content.de ist. 😉 Wir hatten trotzdem erst viel später das Vergnügen, als ich mich 2013 als hauptberufliche Autorin und Texterin selbstständig gemacht habe. Seitdem schreibe ich immer wieder gerne hier, wenn ich nicht gerade mit einer großen Textagentur zusammenarbeite, für einen Verlag schreibe oder meine eigenen Bücher als Selfpublisherin veröffentliche.

Nach meinem BWL-Studium habe ich im Verkauf und als Einrichtungsberaterin in einem Möbelhaus gearbeitet. Ich bin gerne kreativ und liebe das Reisen. Deshalb sind meine Fachgebiete:

  •         Reisen und Länder
  •         Möbel und Inneneinrichtung
  •         Heimwerk, Handwerk, DIY
  •         Immobilien und Bauen
  •         Marketing und Verkauf

Ich bin darüber hinaus für alle Themen offen und freue mich auf neue Projekte. An content.de schätze ich die Themenvielfalt, die zuverlässige Abwicklung und das sympathische Team, mit dem ich schon öfter Kontakt hatte. Deshalb ist es auch nach 9 Jahren noch meine erste Wahl unter den Vermittlungsportalen für Texter. Natürlich liebe ich auch meine Kunden, die mir interessante Direct Orders schicken. Herzlichen Dank! 🙂

 

Planen Sie Ihren Text-Output? Orientieren Sie sich an einem monatlichen Zielverdienst oder schreiben Sie nur, wenn es Aufträge zu Ihren Lieblingsthemen gibt?

Da ich hauptberuflich schreibe, nehme ich in der Regel nur Direct Orders an. Ausnahmen mache ich höchstens bei offenen Aufträgen mit einer attraktiven Bonusvergütung, bei denen Leistung und Verdienst im Einklang stehen. Ich plane mein monatliches Einkommen nicht, sondern nehme Aufträge an, die sich gut anfühlen. Manche Monate lohnen sich besonders, in anderen genieße ich lieber mehr Freizeit als schlecht bezahlte Aufträge anzunehmen. Das hat in den letzten Jahren wunderbar funktioniert.

 

Gab es Stolpersteine? Falls ja, welche und wie sind Sie damit umgegangen?

Am Anfang habe ich manchmal den Zeitaufwand für einen Auftrag unterschätzt. Wenn man mehrmals zwei oder drei Stunden für insgesamt drei Euro gearbeitet hat, lernt man das ganz schnell. Ansonsten sind Aufträge nur schlecht gelaufen, wenn ich mich auf einen zu niedrigen Verdienst eingelassen habe. Das scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, da Kollegen von ähnlichen Erlebnissen berichten. Alle anderen Herausforderungen ließen sich meistern. Mit wachsender Erfahrung wurde es immer leichter.

Man lernt auszusortieren: Das betrifft sowohl Themen, die einem nicht liegen, als auch unfaire und unzuverlässige Kunden. Wenn man das konsequent macht, kommen irgendwann nur noch liebe Kunden und schöne Aufträge, die sich lohnen. 🙂

 

Wie lange hat es gedauert, bis Sie Ihre ersten Direct-Orders erhalten haben? Wie konnten  Sie die Auftraggeber für sich gewinnen?

Das ging schnell. Es ist schon 9 Jahre her. Deshalb weiß ich gar nicht mehr, wie der erste direkte Auftrag zu mir kam. Allgemein bekomme ich Direct Orders, indem mich die Kunden selbst anschreiben. Auf diesem Wege sind die schönsten Zusammenarbeiten entstanden. 

 

content.de bietet diverse Möglichkeiten, um als Texter*in auf sich aufmerksam zu machen, zum Beispiel: Selbstdarstellung mittels Autorenprofil, Teilnahme an Ausschreibungen (Schwarzes Brett), das Einreichen von Themenvorschlägen, Nachfassen bei Open-Order-Kund*innen etc. – Was ist aus Ihrer Sicht am effektivsten, um Stammkundschaft über content.de aufzubauen?

Meiner Meinung nach ist ein ansprechendes und aussagekräftiges Autorenprofil das größte Erfolgsgeheimnis. Wichtig ist eine schnelle und freundliche Kommunikation mit dem Auftraggeber. Zuverlässigkeit sollte selbstverständlich sein. Das spricht sich herum und bringt neue Kunden.

Mit Ausschreibungen an der Pinnwand habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht. Abgesehen von einigen Glücksgriffen war es so, dass der gesamte Zeitaufwand für die ganzen Bewerbungen und die Kommunikation mit den potenziellen Auftraggebern deutlich höher war als der letztendliche Verdienst. Themenvorschläge reiche ich schon seit Jahren nicht mehr ein, da diese Option leider von zu vielen “Kunden” missbraucht wird. Das ist traurig für die ehrlichen Kunden, die sich davon viel versprechen.

Das aktive Anschreiben von Open-Order-Kunden hat einigen Kollegen geholfen. Mir selten. Ich hatte das Gefühl, dass sich die meisten Kunden ganz bewusst für diese Kategorie entscheiden und sowieso nicht mehr Geld ausgeben. Daran ändert auch eine noch so liebe Nachricht nichts. Aber wie gesagt: Andere Autoren haben damit gute Erfahrungen gemacht.

 

Sind Ihnen Fehler bei der Bewerbung um Aufträge unterlaufen? Gibt es etwas, das Sie zukünftig anders handhaben würden?

Ich nehme keine Aufträge mehr an, bei denen es in der Anfrage von einem neuen Kunden ABENDS heißt, dass die Texte BIS MORGEN gebraucht werden. Das gibt erfahrungsgemäß nur Ärger. Wenn man sich zum Beispiel um 20 Uhr doch hinreißen lässt, wartet man vergeblich, um dann um 23 Uhr die Nachricht zu bekommen, dass der Auftrag schon anderweitig vergeben wurde. Oder man bekommt gar keine Antwort oder ein katastrophales Briefing und erreicht den Kunden bei Rückfragen nicht mal. Das passiert nicht, wenn Kunden und Autoren an einer fairen Zusammenarbeit interessiert sind und sich gegenseitig wertschätzen. Dann macht es Freude und es entstehen die besten Ergebnisse. 🙂


Welche drei Tipps haben Sie für Texter, die bei content.de richtig durchstarten möchten?

  1. Über Lieblingsthemen schreiben und bei der Auftragsauswahl auf die innere Stimme hören!
  2. Nicht unter Wert verkaufen! 
  3. Von unfairen und unfreundlichen Auftraggebern verabschieden! Auf sympathische Kunden konzentrieren, die fair sind und die Leistung zu schätzen wissen! Es gibt genug davon! 🙂



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