Rückblick auf die OMCap 2011

Konferenz mit 21 Vorträgen in 3 Panels und 48 Referenten

Am 13.10.2011 fand die erste OMCap Konferenz im KOSMOS – zu DDR Zeiten ein angesagtes Kino – in Berlin statt. Andre Alplar und seinem Team gelang es, ein umfangreiches Programm mit mehr als 48 Referenten auf die Beine zu stellen.

Die Veranstaltung wurde mit einem Vorwort von Andre Alplar und einem informativen und unterhaltsamen Vortrag von Mike Grehan, Global Content Director von Incisive Media, u.a. auch Herausgeber von “Search Engine Watch”, eröffnet.

Mike Grehan präsentierte im Zeitraffer die Entwicklung des Internets und der Suchmaschinen. Sehr nachdenklich dürfte den einen oder anderen Zuhörer vor allem die Tendenz stimmen, dass das Internet zunehmend über mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablets konsumiert wird. So schilderte Mike Grehan einen Fall, bei dem ein Konsument über den Tag verteilt eine Vielzahl von Internetdienstleistungen via App genutzt hat, so dass er quasi die ganze Zeit im Netz war, ohne sich jedoch selbst eigenständig im  “echten Netz” bewegt zu haben. Dieser Trend wird kaum umzukehren sein, was sicherlich eine Vielzahl von Werbern, die im Netz aktiv sind, vor eine echte Herausforderung stellen wird. Aufgrund seines sehr umfangreichen Vortrags musste Grehan eine Vielzahl von Folien überfliegen um den nächsten Vorträgen, die jeweils zeitgleich in drei Panels stattfanden, Platz zu machen.

Im Vortrag über  “Internationales Linkbuilding” von Bastian Grimm und Sepita Ansari wurde allerdings mehr auf die Grundlagen des internationalen SEO und nicht im speziellen auf das Linkbuilding eingegangen. Dennoch enthielt der Vortrag viele Hinweise, die einem die tägliche Arbeit durchaus erleichtern. Interessant war in dem Zusammenhang auch der Hinweis, dass Google den Language Metatags keine großartige Bedeutung beimisst.

Der Vortrag “Domains: Domainakquise & -vermarktung: Was lohnt sich und wie macht man es” von Christoph Grüneberg und Daniel Harounihatte kratzte sehr stark an der Oberfläche und richtete sich wohl eher an Neulinge. Deutlich herausgestellt wurde in diesem Vortrag jedoch, dass sich projektierte Domains weitaus besser verkaufen lassen, als vollkommen “nackte” Domains. Für die Projektierung sind natürlich zukunftssichere, finanziell ertragreiche Konzepte im Umfeld hochwertigen Contents zielführend.

Marcus Tandler und Christoph Burseg füllten mit ihrer Performance den Kinosaal bis auf den letzten Platz. Die Beiden hatten jedoch weder wahrsagerische Fähigkeiten, noch einen langatmigen Folienvortrag vorgestellt. Vielmehr wurden die Zuschauer zu einem Dialog eingeladen, in dem es darum ging, aus den bisherigen Aktivitäten und Kauftransaktionen von Google, die unter anderem auf Google-Ventures transparent nachzuvollziehen sind, eine mögliche Strategie der nächsten Jahre abzuleiten. Diesem Punkt wurde unter anderem auch in dem Vortrag von Niels Dörje

Niels Dörje: "Universal Search - Was kommt noch alles in die SERPs..."
Niels Dörje: “Universal Search – Was kommt noch alles in die SERPs…”

zum Thema “Universal Search – Was kommt noch alles in die SERPs…” besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Als grobe Marschroute dienten hierfür die nachfolgend aufgeführten Headlines:

  • Google wird Affiliate
  • Social Media Faktoren
  • Mobile Search

Die Suche per Sprachsteuerung könnte beim Mobile-Search eine zu vermutende Tendenz sein. Vielleicht hat Apple auch deshalb dem Sprachassistent “Siri”, als festen Bestandteil des iPhone4S, die entsprechenden Priorität eingeräumt? Die nächsten Jahre werden uns hierzu mit Sicherheit die Antwort liefern.

Astrid Staats referierte nach der Mittagspause zum Thema “Paginierung von Webinhalten”. Ihre Präsentation wurde wie die “10 Gebote” aufbereitet, was zu einer übersichtlichen Darstellung führte. Der Vortrag wurde zudem mit prominenten Beispielen, zum Beispiel der  “Welt Online”, abgerundet.

Spannend und unterhaltsam zugleich war unser letzter Vortrag “Blackhat vs. Whitehat” von Dominik Wojcik und Maik Metzen. Dominik Wojcik lud auf eine Zeitreise von Hacker-Aktivitäten der letzten 10 Jahre ein. Angefangen beim “unsichtbaren” weissen Text auf weissem Hintergrund, über Keywordstuffing, Cloaking, xRumer bis hin zu den schönen kostenfreien Downloadtools, wie zum Beispiel den Countern, um eigene Backlinks zu streuen .

Nach einem regelrechten Informations-Over-Kill, schmeckte das abschließende Bier besonders gut.

Das Bier nach der OMCap

 Alles in allem war die OMCap in Berlin eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Vorträge parallel in drei Panels stattfinden zu lassen, sollte überdacht werden, da man so doch immer auf den einen oder anderen interessanten Vortrag verzichten muss.

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2 Antworten auf Rückblick auf die OMCap 2011

  1. Rene sagt:

    Die OMCap war – gerade für eine Premiere – in der Tat eine gelungene Veranstaltung und schön mal wieder persönlich miteinander sprechen zu können. Problematisch war allerdings wirklich sich zwischen den parallelen Vorträgen zu entscheiden.

    Am besten waren aber die anschließenden persönlichen Gespräche beim Lunch bzw. am Abend. Fortsetzung folgt gewiss bei den nächsten Events. Vielleicht lässt sich ja auch bis dahin die eine oder andere Anregung umsetzen ;-)

    Weiter viel Erfolg und schöne Grüße

    René

  2. rm sagt:

    Hallo René, auf jeden Fall liegt es uns am Herzen unser Produkt zu optimieren und schön schlank zu halten. Unser Ziel ist es Begeisterung bei der Nutzung unseres Markplatzes hervorzurufen und da spielt vielleicht auch der ein oder andere Hinweis von Dir eine Rolle ;o).