Texte für das Web: vielseitige Einzigartigkeit oder einzigartige Vielfalt

Jeder Webauftritt verspricht sie, jeder Webmaster sucht sie, jeder engagierte Autor möchte sie liefern: einzigartige Texte, die Leser und Suchmaschinen begeistern und die intendierte Handlung auslösen.

Als Marktplatz für Contentbeschaffung interessiert uns besonders der Zusammenhang zwischen dem steigenden Bedarf und dem Anspruch an Einzigartigkeit bei suchmaschinenoptimierten Texten. Wir haben uns gefragt, inwieweit dieses Textkriterium eigentlich noch realisierbar und relevant ist und ob es den Erfolg im Netz tatsächlich maßgeblich bestimmt.

Der Bedarf an Texten für das Internet wächst kontinuierlich. Immer neue Webseiten gehen mit dem Ziel an den Start, Leser gleichermaßen positiv zu überraschen, zu überzeugen und zu binden. Bestehende Onlineauftritte müssen immer wieder aufs Neue passende und relevante Inhalte bieten, um gezielt und langfristig zu punkten.

Dass Einzigartigkeit für content.de in jedem Fall Unique Content, also nicht kopierter Inhalt bezeichnet, ist selbstverständliche Diskussionsgrundlage und in diesem Blog vielfach dargestellt.

Einzigartige Texte, eine Frage der Perspektive

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escape: olly@fotolia.com

Müssen Texte im Netz wirklich einzigartig sein, um ihre Leser zu begeistern? Gibt es sie noch, die wirklich einmaligen Texte, die mit einfach guten Inhalten überzeugen? Wenn von einzigartigen Texten für das Internet die Rede ist, drängt sich schnell die Frage auf, was damit eigentlich gemeint ist. Sind es allein deshalb schon einmalige Texte, weil sie nicht aus kopierten Inhalten bestehen? Sind sie einzigartig in ihrer Suchmaschinen-optimierung, ihrer Zielgruppengenauigkeit, ihrem Inhalt, ihrer Sprache oder müssen sie in jedem dieser Punkte überzeugen, um überhaupt als einzigartig zu gelten?

Grundsätzliche Voraussetzung für einen einzigartigen Text ist in jedem Fall, dass er in seiner Struktur und seinen Textmerkmalen der jeweiligen Textgattung entspricht. Eine Produktbeschreibung, die mit vielen Worten wenig über das Produkt aussagt, wird wohl nicht als einzigartig im Sinne von bedeutsam, sondern höchstens im Sinne von einzigartig schlecht wahrgenommen. Sicherlich auch eine Möglichkeit, Unique Content zu liefern, aber in unserem Business nicht zielführend.

Bei Auftragsarbeiten bestimmt in erster Linie die Perspektive des Auftraggebers, ob der gelieferte Text als einzigartig bewertet wird. Das Briefing ist die Basis für den Text und entscheidet maßgeblich über die Einzigartigkeit eines Textes. Im besten Fall liefert das Briefing alle wichtigen Informationen, die ein Autor braucht, um trotz einschränkender Kriterien, wie beispielsweise Keywordplatzierung und -dichte, einen einzigartigen Text zu formulieren.

Hier greift die Perspektive des Autors, der neben der präzisen Umsetzung der formalen Briefingvorgaben den Text durch seinen individuellen Schreibstil einzigartig formuliert. Decken sich an diesem Punkt Vorstellung und Umsetzung wird der Text zumindest von beiden Seiten, also Auftraggeber und Autor als einzigartig eingestuft.

Die dritte und entscheidende Perspektive ist die Sicht des Lesers. Er entscheidet über Erfolg und Misserfolg eines Webauftritts, die Erfüllung seiner Ansprüche bedeutet in jedem Fall einzigartig ins Schwarze getroffen zu haben. Leser im Netz suchen nicht nur Produkte, sie suchen nach Antworten. Liefert ihnen ein Text schnell präzise und relevante Antworten, werden Leser ihn als einzigartig bewerten, weil er ihre Ansprüche erfüllt und um nichts anderes geht es im Netz, die Ansprüche der User zu erfüllen. Allerdings steht die Leserperspektive in direktem Zusammenhang mit der Auswahl der Suchmaschine. Schließlich kann der Leser nur bewerten, was ihm die Suchmaschine zeigt.

Vielfacher Anspruch an einzigartige Texte als Falle für Uniformität

Wenn alle Webmaster den Anspruch an einzigartige Inhalte trotz wachsenden Textbedarfs weiter beibehalten, bieten sie am Ende nicht doch wieder alle das gleiche?

Die Tatsache, dass Google mit Panda, Penguin & Co. regelmäßig versucht Suchergebnisse zu optimieren, zeigt, dass immer wieder die Spreu vom Weizen getrennt werden muss. Allerdings scheint hier die Spreu weniger durch sprachliche Einzigartigkeit zu glänzen, sondern vielmehr mit einzigartigem Inhalt in Form von Präzision und neuartiger Darstellungsweise zu überzeugen.

Wie kurzlebig Einzigartigkeit sein kann, wenn viele diese auf gleiche Art und Weise erreichen möchten, zeigt eindrucksvoll dieser Werbespot von Mercedes Benz:

[youtube]http://youtu.be/XOw9CGpa7XY[/youtube]

Einzigartige Texte im Web: Nicht einfach neu, sondern vielseitig!

Im Internet wird recherchiert, d.h. es werden Antworten gesucht. Den Leser begeistern Texte, die präzise, verständlich und relevant seine Frage beantworten. Spektakuläre Formulierungskünste, die einzigartiges Schreibtalent zeigen, scheinen dabei eher irrelevant zu sein, es sei denn, der Leser ist besonders sprachaffin und genau auf der Suche nach dieser Form von Text. Ansonsten scheint die Erfolgsformel: präzise und relevant, im besten Fall noch unterhaltsam.

Aber genau hier liegt für uns die Kunst der Einzigartigkeit. Mit gewählter Sprache, verschiedenartigste Sachverhalte klar und verständlich darzustellen. Einzigartigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang also nicht, noch nie Dagewesenes ins Netz zu stellen, sondern umgekehrt: vielfach Dagewesenes einzigartig aufzubereiten.

Bezogen auf die Inhalte im Web bedeutet das neue Wege zu gehen. Es scheint wichtiger zu sein, Content neuartig darzustellen und ungewohnt zusammen zu setzen oder zu akzentuieren als inhaltlich neu zu erfinden. Im Web ist mit einzigartigem Inhalt längst nicht mehr ausschließlich Text gemeint, sondern das optimale Zusammenspiel von Text, Bildern und Videos.

Gekonnt platziert, setzen sie einen Text perfekt in Szene, sind Leitfaden für das ungeduldige Leserauge und entscheidendes Kriterium für das Prädikat einzigartig. Ein Text für das Web kann noch so gut sein, eingerahmt von qualitativ schlechten Bildern, Grafiken und unverständlichen Videos, wird seine Einzigartigkeit verborgen bleiben. Umgekehrt ist das leider nicht immer der Fall, der faszinierende Eindruck einzigartiger Bilder bleibt, auch wenn sie von einem mittelmäßigen Text begleitet werden.

Durch die überdachte Fokussierung im Content Marketing gibt es sie wieder vermehrt: Starke Texte, die einfach auf guten Inhalt setzen. Die erfreuliche Rückbesinnung auf inhaltliche Qualität forciert diese Entwicklung zusätzlich. Unsere Auftraggeber und Autoren haben den Anspruch einzigartige Inhalte zu gestalten und zusammen geben wir unser Bestes, um dieses Ziel immer wieder zu erreichen. Der Anspruch Einzigartiges zu liefern muss in jedem Fall bestehen, um überhaupt etwas zu bewegen.

Einfach guter Inhalt

Der Claim von content.de bringt es auf den Punkt: einfach und gut müssen Texte sein, um zu begeistern und einzigartig zu wirken. In diesem Sinne setzen wir weiterhin auf unsere fleißigen Autoren, die jeden Tag aufs Neue bemüht sind, einzigartige Texte zu liefern. An dieser Stelle interessiert uns natürlich Ihre Meinung. Wie steht es für Sie mit der Einzigartigkeit von Texten im Netz? Wir freuen uns auf Ihr Statement.

5 thoughts on “Texte für das Web: vielseitige Einzigartigkeit oder einzigartige Vielfalt

  • 22. November 2013 at 18:24
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    Hallo Frau Lunecke, Ihr Beitrag war einzigartig. Einzigartig in Stil, sprachlicher Präzision, gepaart mit hervorragenden Formulierungen sowie perfekt in Szene gesetzt. Herzlichen Glückwunsch: Anspruchsvoll und zugleich verständlich nahe gebracht, haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Was eigentlich ist Einzigartigkeit? Das, so glaube ich, liegt im Auge des Lesers und der Intention, mit der er den Text liest, wofür er ihn benötigt und auch natürlich, was er, beispielsweise als Shop-Betreiber, damit bezweckt. Und hier, so glaube ich, verschwimmt der Punkt der Einzigartigkeit ein wenig, denn jeder Betreiber eines Online- Business möchte für sich und seine Produkte oder Dienst- leistungen immer nur „das Eine“, nämlich werben! Daher finde ich immer, dass der Satz im Briefing einen Widerspruch in sich darstellt:“ Der Text sollte sachlich sein und das Kaufinteresse wecken.“ Denn wenn der Text das Interesse des potentiellen Kunden weckt, dann ist er nicht sachlich sondern werblich. Eine werbliche Darstellung jedoch ist niemals sachlich! Und hier beginnt das Problem der „Einzigartigkeit“, denn, wen auch mit verschiedenen Formulierungen, so haben solche Beiträge immer das gleiche Ziel: Sie sollen den Leser zum Kauf animieren. Ist dies einzigartig? Nein, es ist einfach „Business as usual“. Außergewöhnliche Texte bedienen meist ganz besondere Gattungen. Joanne Rowling hat mit ihren Harry Potter Büchern zum Beispiel etwas wirklich Einmaliges geschaffen. Das verstehe ich unter „einzigartig“. So ist es auch kein Wunder, dass sie „einzigartig“ gut verdient hat und wohl auch immer noch verdient. Gerade in diesem Punkt sind wohl die meisten Texterinnen und Texter nicht so sonderlich zufrieden! Natürlich hat jeder, der Artikel verfasst, seinen ganz besonderen Stil. Aber dies ist sicherlich nicht der Punkt, der „unique content“ definiert. Umformulierungen sind nicht das „Salz in der Suppe“ des Außergewöhnlichen. Sie finden täglich statt, wenn sich ein Autor beruflich dem Schreiben verpflichtet hat. Denn bei der Fülle der Aufträge kann er niemals in allen Themen, die er annimmt, auch ein Fachmann sein. Also recherchiert er im Internet und… formuliert nicht selten die Sätze einfach anders. Fraglich ist darüber hinaus, ob wirklich „Einzigartigkeit“ verlangt wird und nicht eher griffige Formulierungen und gezielt eingesetzte Wörter punkten, die das gestellte Thema gekonnt erfassen und die Vorgaben des Briefings im Sinne der Auftraggeber genau erfüllen. Einzigartig ist für mich „Die göttliche Komödie“ von Dante oder Goethes „Faust“. Aber, ich glaube von solchen Höhen sind auch die bestenn Schreiberinnen und Schreiber bei content doch noch ein klein wenig entfernt! Ihnen ganz herzliche Grüße, Marina Schott

  • 26. November 2013 at 09:31
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    Wir schreiben 2013.
    Alles ist schon einmal dagewesen.
    Selbst Goethe ging es ähnlich ;-).
    Insofern meint Originalität weniger WAS, sondern WIE.

    Erfolgreiches Mixen und neu Bewerten wünscht 🙂
    Birgit Brüggehofe

  • 11. Dezember 2013 at 22:13
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    Hallo,
    ich musste die virtuelle Variante der Einzigartigkeit erst allmählich erlernen. Belohnt werde ich inzwischen mit Anfragen von Individualisten, die mich als ihren „Faden am Luftballon“ bezeichnen. Fazit (und damit ein Kompliment an den Beitrag): Wir Texter schreiben individuell, informativ und spannend. Suchmaschinen toppen das nie, und Kopierfähigkeit müsste sich über Kundenkenntnis identifizieren. Deshalb bleibt unsere menschliche Intuition maschineller Nachahmung stets überlegen. Oh ja, ich bekam auch schon „Spinning“ Angebote. Aber an alle Texter, wo bleibt bei so was denn unser Spaß mit dem Effekt? Zum Beispiel solche Reaktionen auf unsere Resultate (meine Kundin erlaubt es): „Was haben Sie denn mit meiner Webseite gemacht? Ach egal, machen Sie einfach genauso weiter.“
    BG

  • 14. Dezember 2013 at 09:59
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    Hallo Martina Lunecke,

    Einzigartigkeit bei einem Auftraggeber zu erzeugen, der 100 Aufträge zeitgleich mit gleichem Briefing reinstellt ist schwierig. Vergleicht man Nachrichten bei t-online mit bild-online sieht man, dass Einzigartigkeit heute nichts mehr zählt. Es wird abgeschrieben – umformuliert. Solche Aufträge gibt es auch bei content.de. Dennoch ist die Plagiatsprüfung unverzichtbar und einer der besten Einrichtungen für guten Inhalt bei content.de. Einzigartig ist nicht gleich gut. Logisch.

    Bei 3.000 Aufträgen über Matrazen oder Esszimmer ist eine Einzigartigkeit nur von EINEM Autor unmöglich. Es sei denn, man heißt „Loriot“ oder „Goethe“ 🙂

    Gruß
    Wavehart

  • 18. Dezember 2013 at 11:25
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    Sehr guter Artikel, der die aktuelle Problematik sehr gut aufzeigt. Das Bewusstsein für gute Texte fehlt bei sehr vielen Unternehmen bis dato leider noch. Ich erlebe dies jeden Tag in meinem Beruf als SEO Texter. Das Problem ist, dass die Betriebe zwar guten Content auf den Webseiten haben wollen, aber teilweise leider nicht dazu bereit sind ordentlich dafür zu zahlen. Die Nutzerfahrung leidet darunter und auch die Conversion Rate. Gute Texte verringern die Absprungrate und machen User zu Käufern.

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