Gesucht: Der perfekte Autor!

Wir haben es hier im Blog und an anderer Stelle schon mehrmals angesprochen: Die Qualität des Autorenbriefings hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Textes, der auf dem Briefing basiert.

Doch auch beim weltbesten Briefing lassen sich Missverständnisse zwischen Auftraggebern und Autoren und unvorhersehbare Komplikationen nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen. Zwar gibt es für solche Fälle die Revisionsfunktion. Die Korrekturschleife kostet allerdings Zeit, und der Volksmund warnt: Zeit ist Geld. Kein Wunder also, dass sich so mancher Auftraggeber den perfekten Autor wünscht, mit dem die Zusammenarbeit in jeder Hinsicht vollkommen nach Wunsch des Auftraggebers verläuft und ohne weiteren Steuerungsbedarf zum effizienten Selbstläufer wird.

Aber kann es so etwas wie einen perfekten Autor überhaupt geben?

Wir begeben uns in diesem Artikel auf die Spuren dieser mystischen Kreatur und versuchen, sie anhand einiger wichtiger Kernmerkmale zu beschreiben. Auch wenn wir dann am Ende zu dem Schluss kommen müssen, dass es diesen Halbgott an der Tastatur nicht gibt: Bei content.de stehen Ihnen trotzdem immer zahlreiche Mittel und Wege zur Verfügung, genau den passenden Autor für Ihr individuelles Vorhaben zu finden! Auf geht’s!

 

1. Der perfekte Autor muss genau so schreiben, wie es meinem persönlichen Geschmack entspricht!

Den Wortzähler füllen und Keywords aneinanderreihen kann jeder. Was einen guten Text erst wirklich gut macht, ist der persönliche Stil des Autors. Erst wenn ein Text die Leser zum Weiterlesen animiert, indem in ihm wertvolle Informationen in einer ansprechenden und motivierenden Form aufbereitet werden, kann er als hochwertig bezeichnet werden. Der Stil, die individuelle Ausdrucksweise sowie witzige Ideen zur Aufwertung eines Textes unterscheiden sich allerdings mitunter stark von Autor zu Autor. Ebenso vielfältig sind auch die Geschmäcker der Auftraggeber. Ein perfekter Autor müsste dementsprechend exakt so schreiben, wie es dem Auftraggeber gefällt – und das am besten ohne eine Absprache, geschweige denn vorherige Zusammenarbeit.

Das kann man leider nicht vernünftigerweise erwarten. Das mach aber nichts! Denn:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, geeignete Autoren zu finden. Gerade bei thematisch eingrenzbaren Projekten hilft Ihnen das schwarze Brett dabei, Autoren auf sich aufmerksam zu machen, die sich im betreffenden Themengebiet auskennen. Zahlreiche dieser Bereiche gehen mit einer typischen Tonalität einher, die von Autoren einfach wiedergegeben werden kann, wenn sie sich thematisch auskennen. Wenn Sie darüber hinaus für ein Projekt die Themensuche-Funktion nutzen und sich verschiedene Autoren mit ihren Auftragsideen bei Ihnen vorstellen, können Sie ebenfalls schon eine Vorauswahl treffen, wer etwas um die Ecke denkt oder durch interessante Auftragstitel Hintergrundwissen und Erfahrung erahnen lässt.

Da professionelle Autoren zudem auch flexibel und abwechslungsreich schreiben können, ist nach einem oder zwei Aufträgen häufig nur wenig Feedback nötig, um den Autoren zu vermitteln, was genau gewünscht ist und was nicht. In Zusammenarbeit mit den Autoren können Sie auf diese Weise eine Kooperationskultur zu entwickeln, die nach einer kurzen Einspielzeit in genau der gewünschten Tonalität resultiert. Wenn Sie geeignete Kandidaten gefunden haben, können Sie auch Referenzblogs oder -webseiten nennen, an denen sich die Autoren orientieren können. Ein im Briefing mitgelieferter Mustertext ist gerade im Bezug auf den Stil und die Tonalität eine unbezahlbare Unterstützung für Ihre Autoren. Bedenken Sie zuletzt auch, dass verschiedenartige Texte auch sehr von Vorteil sein können: Ihren Lesern werden hochwertige aber unterschiedliche Texte vor allem einen Eindruck von Vielfalt vermitteln!

 

2. Der perfekte Autor muss meine Gedanken lesen können!

Das Briefing ist meist die einzige und daher auch wichtigste Arbeitsgrundlage für Autoren. Es darf dementsprechend nicht unterschätzt werden, wie wichtig es ist, dass sämtliche relevanten Informationen im Briefing gegeben sind. Da die Erstellung eines erfolgsversprechenden Briefings aber Übungssache ist und je nach Auftrag auch recht zeitintensiv sein kann, wünscht sich der Auftraggeber einen perfekten Autor, der auch ohne detailliertes Briefing genau weiß, worum es gehen soll, wer angesprochen wird, in welcher Zielumgebung der Text eingesetzt wird, und so weiter. Auf der Suche nach einem Autor, der über solche telepathischen Fähigkeiten verfügt, sind Sie bei „The Next Uri Geller“ vielleicht besser aufgehoben. Diese Aspekte zu vermitteln wird von vielen Auftraggebern häufig als unliebsame Aufgabe empfunden.

Es geht aber auch anders:

Sicherlich ist die Erstellung eines einwandfreien Briefings gerade für neue Auftraggeber eine Herausforderung. Dabei müssen Sie aber auch bedenken, dass Sie den content.de-Support stets ansprechen können, um sich bei den ersten Schritten unterstützen zu lassen. Darüber hinaus ist ein wirklich gutes Briefing auch für mehrere Aufträge einsetzbar: Hat sich ein Briefing als zielführend erwiesen, bedarf es häufig nur kleinerer Änderungen, um es für zahlreiche weitere Aufträge zu nutzen. Die Zeit, die Sie in die Erstellung eines Briefings investieren, sparen Sie sich demnach später bei der Einstellung von themenverwandten Aufträgen. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum mit bestimmten Autoren zusammenarbeiten, wird die benötigte Abstimmung ebenfalls immer geringer. Niemand muss Ihre Gedanken lesen können, wenn Sie sie einmal treffend ausformulieren!

 

3. Der perfekte Autor muss mir meinen Text innerhalb der nächsten Viertelstunde liefern!

Wie oben schon erwähnt: Zeit ist Geld. Im Onlinebereich, in dem in Sekundenschnelle immer wieder frische Informationen angeboten werden, gilt das ganz besonders. Der perfekte Autor würde also dem Auftraggeber einen fertigen Text liefern, unmittelbar nachdem dieser auf „Eintrag einstellen“ geklickt hat.

 

Ob Sie sich das wirklich wünschen sollten, sollten Sie noch einmal überdenken:

Das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ bewahrheitet sich auch bei der Texterstellung. Eine besonders schnelle Textproduktion darf natürlich gern mit einer sehr guten Bewertung belohnt werden – aber wenn Sie hervorragende Texte bestellen, sollten Sie eine entsprechende Bearbeitungszeit einplanen. Reizen Ihre Autoren die ihnen zur Verfügung stehende Bearbeitungsdauer voll aus, muss das kein Zeichen von Unzuverlässigkeit sein – im Gegenteil, vielleicht wird ja noch bis zum Ende am Produkt gefeilt. content.de-Autoren liefern Qualität und Qualität braucht eine gewisse Zeit.

Die verschiedenen Bearbeitungszeiten, die Sie bei der Auftragserstellung angeben können, unterstützen Sie bei der Content-Planung. Und für den Fall, dass doch einmal etwas schiefgehen sollte, wurde die Revisionszeit für die Autoren vor Kurzem auf 24 Stunden verkürzt, um gegebenenfalls den Aufschub durch eine Revision so gering wie möglich zu halten.

 

4. Der perfekte Autor muss mir einen Text liefern, der orthographisch so perfekt ist, als hätte Konrad Duden ihn höchstpersönlich geschrieben!

Von einer korrekten Rechtschreibung der gekauften Texte gehen wir natürlich alle aus – im Full-Servicebereich sowieso. Flüchtigkeitsfehler wie Buhctsabnedreher können allerdings auch bei erfahrenen Autoren mal durchgehen und im Self-Service übersehen werden. Autoren sind eben auch nur Menschen – und Irren ist menschlich.

Flüchtigkeitsfehler können Sie effektiv umschiffen:

Sie haben bei Ihren Projekten die Möglichkeit, Ihre Texte über ein Korrektorat überprüfen zu lassen. Des Weiteren können Sie Ihre Autoren im Notfall auf die verschiedenen technischen Lösungen aufmerksam machen, um einen Text einwandfrei und gemäß der aktuellen Rechtschreibung einzureichen – ein expliziter Hinweis beispielsweise auf die Rechtschreibprüfung von Duden.de schadet nicht.

 

5. Der perfekte Autor muss kostenlos für mich schreiben! Mehr als ein „Danke“ gibt es nicht!

Bei Geld hört der Spaß bekanntlich auf. Bei den vielen anfallenden Kosten beim Betrieb einer hochwertigen Webseite wird jedes Sparpotenzial gern genutzt – idealerweise auch beim Contentkauf. Der perfekte Autor würde kostenlosen Textcontent liefern, der durch seine Qualität den Traffic Ihrer Webseite erhöht und so langfristig auch Umsatz generiert.

Aber Qualität kostet – und Fairness zahlt sich aus!

Die Schreibtätigkeit als Autor bei content.de ist sicherlich für viele Autoren auch ein Hobby. In erster Linie dient sie aber nicht nur dem Spaß an der Sache, sondern ist eine wichtige Nebeneinkommensquelle für viele Autoren. Die Leistung und Qualität, die SEO-Autoren erbringen, muss fair vergütet werden. Dies dient nicht nur den Autoren, sondern im Endeffekt auch Ihnen: Wer eine Webseite aufbauen oder betreiben möchte und dabei an der Textqualität spart, spart eindeutig am falschen Ende. Denn Texte zu Dumpingpreisen haben meist auch Dumpingqualität. Ohne eine gerechte Entlohnung für die geleistete und keineswegs triviale Arbeit beim Verfassen von hochwertigen Texten für Webseiten wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch die motiviertesten Autoren ihre Tätigkeit einstellen.

Bedenken Sie, dass es durch die von den Autoren einstellbaren Direct Order-Preise möglich ist, die Kosten für die erforderlichen Texte flexibel zu regeln. Über den Kostenrechner können Sie darüber hinaus von Anfang an präzise Ihre Ausgaben planen.

 

6. Der perfekte Autor muss allwissend sein!

Bei der umfangreichen Themenauswahl, die auf content.de abgedeckt werden kann, sind vergleichsweise einfache Themenbereiche und Aufträge ebenso gegeben wir Aufträge zu eher obskuren Themen, die einen großen Rechercheaufwand bedeuten können. Nur weil ein Auftraggeber sich bestens mit japanischem Ausdruckstanz oder der Geschichte der Bananenzucht auskennt, kann er das gleiche nicht von jedem Autor erwarten. Der perfekte Autor könnte zu jedem Thema aus einem umfassenden Wissensschatz schöpfen, ohne zuvor einen Ausflug in die örtliche Bücherei machen zu müssen.

Sollten Sie einen allwissenden Autor gefunden haben: Glückwunsch! Wenn nicht, ist das aber auch kein Problem, denn:

Bei mehr als 6.000 Autoren auf dieser Plattform ist ein allwissender Autor gar nicht nötig – auch für die ausgefallensten Nischenthemen werden Sie jemanden finden, der sich auskennt. Sie können einerseits den content.de-Support ansprechen, um sich in bestimmten Gebieten als besonders kompetent erwiesene Autoren empfehlen zu lassen. Andererseits können Sie auch Features von content.de wie die Themensuche oder das schwarze Brett nutzen, um geeignete Autoren direkt anzusprechen. Ein Blick auf die Profile und Referenzen empfohlener Autoren hilft Ihnen ebenfalls, um Spezialisten zielsicher ausfindig zu machen. Außerdem können Sie durch die Zusammenarbeit mit Autorengruppen einen noch weiteren Themenbereich abdecken.

 

7. Der perfekte Autor soll keinen Auftraggeber neben mir haben!

Je besser Autoren und Auftraggeber kooperieren, desto besser sind die Texte, die durch die Zusammenarbeit entstehen. Gerade wenn sich diese Kooperation schon eingespielt hat und die Textproduktion wie geschmiert läuft, profitieren beide Parteien von einer angenehmen Arbeit. Besonders wünschenswert ist es daher für Auftraggeber, sich stets auf eine ständige Erreichbarkeit sowie schnelle Reaktionszeiten seitens der Autoren verlassen zu können. Der perfekte Autor würde es sich daher niemals erlauben, sich die Zeit mit anderen Aufträgen zu vertreiben und Ihnen als Auftraggeber somit untreu zu werden.

Hier müssen Sie sich allerdings (auch) an die eigene Nase fassen, denn Treue ist nicht nur Sache der Autoren:

Ihr Umgang sowie Ihre Kommunikation mit den Autoren hat einen großen Einfluss darauf, ob diese gerne und häufig für Sie schreiben. Wenn Sie zeitnah auf Rückfragen reagieren, bei guten Leistungen lobende Worte finden und fair bleiben, auch wenn mal nicht alles wie am Schnürchen läuft, ergibt sich ein dauerhaft kooperatives Arbeitsklima schon fast von selbst. Sie können darüber hinaus auch die Autoren noch stärker in Ihr Projekt einbinden, indem Sie sie beispielsweise zu Beginn um Feedback zum verwendeten Briefing bitten. So sichern Sie sich einerseits wertvolle Einsichten aus Texter-Perspektive, und andererseits signalisieren Sie dem Autor gegenüber, dass auch seine Meinung und Mitarbeit geschätzt wird und er kein bloßes Rädchen im Getriebe ist. Bei besonders guten Leistungen können Sie auch über Bonuszahlungen nachdenken, um Ihren Autoren einen weiteren Anreiz dafür zu bieten, Texte für Sie zu verfassen. Wenn Sie auf diese Art und Weise verdeutlichen, dass Sie den geleisteten Beitrag schätzen, können schon kleinere Beträge eine große Motivation darstellen!

 

Gentlemen's Agreement für ClientsWie Sie sehen, kann kein Mensch das leisten, was von einem perfekten Autor erwartet werden müsste – nobody’s perfect! Zum Glück gibt es aber bei all diesen Wunschvorstellungen auch Möglichkeiten, dennoch stets genau das zu erhalten, was Sie wünschen. Durch einen fairen Umgang mit Ihren Autoren, ein bisschen Geduld, realistische Erwartungen und ein professionelles Vorgehen können Sie zusammen mit Ihren Autoren zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit gelangen, die zwar nicht perfekt ist, aber für Ihre ganz eigenen Vorstellungen und Ansprüche doch ziemlich nah dran! An dieser Stelle möchten wir auch auf unser Gentlemen’s Agreement für Clients hinweisen, in dem Sie als Auftraggeber weitere Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihren Autoren finden. Die Version für Autoren finden Sie hier.

 

Liebe Auftraggeber, haben Sie noch andere Vorstellungen, was einen perfekten Autor ausmacht, die sich in der Liste oben nicht wiederfinden? Und liebe Autoren, stimmen Sie mit dem Schluss dieses Artikels überein oder halten Sie sich selbst vielleicht doch für perfekt? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

Bildnachweise: „hand holding stopwatch“: Aaron Amat@fotolia.com; „Young man sitting“: Africa Studio@fotolia.com

12 thoughts on “Gesucht: Der perfekte Autor!

  • 8. November 2013 at 15:12
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    Oft ist hier von 5000 oder gar 6000 Autoren die Rede. Mich interessiert, wieviele davon tatsächlich regelmäßig schreiben. Sicher ist die eine oder andere Karteileiche unter den registrierten Autoren zu finden?

  • 8. November 2013 at 18:18
    Permalink

    Hallo Jens,

    toll finde ich es, dass Sie die ganzen Themen einmal von der Perspektive der Auftraggeber betrachtet haben. In diesem Sinne möchte ich vor allem den Punkt der Kommunikation hervorheben, denn hier haben Sie die nicht selten auftretende Problematik genau auf den Punkt gebracht. Zeitnaher und ausgeprägter Kontakt ist tatsächlich EINE der wichtigsten Voraussetzungen, damit guter Text- vor allem im Sinne des Auftraggebers- gelingt.

    Viele Grüße,
    Marina

  • 11. November 2013 at 08:39
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    @Petra: Mit den 5.000 bis 6.000 sind schon die aktiven Autoren gemeint. „Karteileichen“ liegen viel mehr rum…

  • 18. November 2013 at 01:18
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    Kompliment an Jens – ein sehr schöner, runder Artikel, der obendrein amüsant zu lesen ist und tatsächlich jeden Aspekt Auftraggeber-Autor auf den Punkt bringt! Da bekommt man glatt Lust, ein möglichst perfekter Autor zu werden. 🙂

    LG, Claudia G. (Dienstwerk)

  • 18. November 2013 at 12:46
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    Thema: Bewertungen der Auftraggeber

    Ich möchte hiermit gerne dazu anregen, die Formulierung der Bewertungs-Optionen der Auftraggeber genauer zu beleuchten und zu überdenken.

    Laut FAQ auf Autoren-Seite haben die Auftraggeber u.a. folgende Möglichkeiten:

    – Erwartungen erfüllt
    – Erwartungen übertroffen

    Meiner Meinung nach bringt das 2 Probleme mit sich.

    1. Nicht nur meine persönliche Erfahrung (hier und in anderen beruflichen Bereichen), sondern auch die Kommentare einiger Content-Autoren an anderer Stelle zeigen Folgendes:

    !!! Je niedriger der Preis, desto größer die Ansprüche !!!

    Dieses ungeschriebene Gesetz führt dazu, dass bei der häufig sehr geringen Entlohnung die Ansprüche der Auftraggeber enorm hoch sind.

    So wird auch klar, warum Auftraggeber besonders bei einer Open Order oft so hohe Erwartungen haben. Bei einem Bewertungssystem, das danach fragt, ob Erwartungen erfüllt wurden, kann die Bewertung daher auch gar nicht immer angemessen ausfallen. Wenn schon vorher große Ansprüche existieren, sind diese schwer zu übertreffen.

    2. Die zweite Problematik kommt bei mehreren Aufträgen für einen Auftraggeber und einer umfangreichen Direct Order zum Tragen. Beim ersten Text lassen sich die Erwartungen eventuell übertreffen, aber schon beim zweiten Auftrag wird dieses schwieriger. Der Auftraggeber fand den ersten Text vielleicht sehr gut und seine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Doch beim Folgeauftrag geht der Auftraggeber ja bereits von dieser erstklassigen Qualität aus und hat von Anfang an deutlich höhere Erwartungen. Selbst wenn der zweite Text so genauso gut ist – was wird der Auftraggeber wohl antworten, wenn er gefragt wird, ob seine Erwartungen erfüllt wurden???

    Als Autor müsste man dann bei jedem Folgeauftrag „eine Schippe drauflegen“ – wohlgemerkt für denselben Preis (!!!). Das wird beispielsweise bei einer 150 Texte umfassenden DO schwierig….und steht in keinem Verhältnis mehr zur Entlohnung.

    Die aktuellen Formulierungen der Fragen für die Auftraggeber-Bewertung führen zu einer „Inflation“ der Autoren-Leistung.

  • 26. November 2013 at 02:51
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    Ich stimme meinem Vorredner zu.
    Der gehobene Daumen bedeutet zwar: Erwartungen zu 100% erfüllt. Aus Sicht eines Autors, der sehr viele hochwertige Texte abliefert, bedeutet eine solche gleichbleibende Bewertung jedoch „mittelprächtig/durchschnittlich“ = Note 3.

    Nachdem die Bewertungen ein öffentliches Zeugnis für die Qualität der Autoren ablegen sollen, bleiben denen theoretisch (unabhängig von der Einstufung) nur folgende Möglichkeiten, um einen überdurchschnittlichen Bewertungsschnitt für gute Texte zu bekommen, zu halten oder zu erhöhen:

    – nur Aufträge annehmen, bei denen die AGs aus Erfahrung überdurchschnittlich werten.
    – die AGs auf die Wertigkeit der Bewertungen hinweisen
    – um gute Bewertungen betteln
    – weniger schreiben

    Auch wäre es nützlich die Zahl der bereits verfassten Texte (nach einer gewissen Zugehörigkeitsdauer bzw. Kontinuität) anzuzeigen, denn nur so kann ein Durchschnitt auch nachvollzogen werden.

    Gerade bei den, je nach Stufe relativ niedrig bezahlten OOs ist Geld keine Motivation oder Ansporn fürs Schreiben.

    Zwar immer noch subjektiv, aber fair und für beide Seiten nachvollziehbar wäre ein Bewertungssystem angelehnt an Schulnoten wie beispielsweise „genügend“ – „mittelmäßig“ – „gut“ – „sehr gut“ – „hervorragend“. Das Prädikat „ungenügend“ (bzw. aktuell „Erwartung nicht erfüllt“) dürfte gar nicht auftauchen, denn solche Texte muss ein Kunde nicht annehmen.

    Sicher gibt es Autoren, denen die Bewertungen egal sind. Ich gehöre nicht dazu.^^

    LG, Claudia G. (Dienstwerk)

  • 26. November 2013 at 09:49
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    @Claudia G. Haben Sie in Ihrem Auto schon einmal auf die Temperaturanzeige des Motors im „Normalzustand“ geachtet? Da steht die Nadel auch in der Mitte. Steuern Sie deswegen auch die Werkstatt an? Schließlich arbeitet der Wärmehaushalt ihres Motors Ihrer Meinung nach nur „mittelmäßig“. 😉

    Wenn Sie als Autorin die Beschriftung ignorieren und die Bewertungsskala 1:1 auf eine andere Skala (Schulnoten) übertragen, ist das aber auch nicht schlimm. Für auf und Abstufungen kommt es ja darauf an, dass das Team von content.de die Bewertungen richtig deuten kann. 😉 Auch Auftraggeber sehen ja nicht unvorbereitet einen einzelnen Autor, sondern sehen die Bewertungen vieler Autoren und wissen die Anzeige einzuordnen… insbesondere weil sie ja selber Bewertungen verteilen.

  • 26. November 2013 at 10:43
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    @A112358: Punkt 1 und 2 widersprechen sich hier etwas: Die „Inflation der Autorenleistung“ unterstellt, dass die Leistung „variabel“ ist. Wenn dem so wäre (man hört meine Zweifel aus der Formulierung heraus) könnte man als Autor bei „günstigen“ Aufträgen auch „auf Sparflamme“ arbeiten um die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Alternative wäre, als 4++ Autor keine 3 Sterne Texte zu schreiben um so keine zu hohen Erwartungen zu wecken. Auch hier: Alles eine Frage des Marktverhaltens.

    Die Erfahrungen bezüglich der DO Bewertungen sehen übrigens anders aus: normalerweise sind die Bewertungen in einer DO-Beziehung im Schnitt immer höher als im Open Order Markt, da die Auftraggeber schon wissen, dass Ihre Bewertungen von Bedeutung sind. Kleiner Hinweis: Viele Direct Orders können bei einer Einstufungsprüfung ggf. mehr Einfluss haben, als die durchschnittlichen Bewertungen… Die content.de Bewertungsmechanik ist fast so komplex wie der Google Rankingalgorithmus und hat ebenso auch mehrere Einflussfaktoren 😉

  • 26. November 2013 at 17:33
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    Ich sehe weder einen Grund zur Anpassung des Bewertungssystems, noch zur Übertragung der Content.de Bewertungsskala auf Schulnoten. Das macht ähnlich wenig Sinn, wie Schulnoten auf die Temperaturskala zu übertragen.

    Aktuell ist das Bewertungssystem aus zwei gründen positiv:

    1. Die meisten Content Auftraggeber wissen es zu deuten und anzuwenden. Es hat sich also etabliert und funktioniert nachweislich.. never change a running system

    2. für neue Auftraggeber wirken Autoren hier ausgesprochen positiv. Je nach Bewertungsprofil sind AGs in ~97-100 % der Fälle mit einem Content.de Autor zufrieden (je nach Prozentsatz der schrägen und nach unten zeigenden Daumen in Relation zu den drei „guten“ Daumen). Das ist förderlich, wenn Auftraggeber noch hadern, ob sie hier Aufträge vergeben sollen oder nicht und kommt damit indirekt allen 3 Parteien zu Gute – win-win-win-Situation.

    Die oben angesprochene „Inflation“ bei mehreren DOs sehe ich ebenfalls nicht. Mir ist es auch noch nie passt, dass Auftraggeber mit jeder neuen DO schlechtere Bewertungen, aufgrund der „Inflation“, gegeben haben.

    Und wenn Auftraggeber, die nur auf geringen Stufen OOs einstellen, zu hohe Ansprüche haben, dann macht man die Aufträge eben nicht. „Mindestlohndebatten“ und derartiges Gejammer hat bei Freiberuflern (die noch dazu quasi B2B arbeiten) nichts verloren.

  • 26. November 2013 at 20:42
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    @Dr. Arne-Christian Sigge

    Das ist ein schönes Beispiel.
    So betrachtet, sieht das Bild „reibungslos funktionierender, rundlaufender Motor“ natürlich viel sympathischer aus, als das Bild „kleines Rädchen im Getriebe“. 😉

    Ich wollte dem Kollegen nur etwas den Rücken stärken, denn ich kann seinen Missmut durchaus verstehen.

  • 27. November 2013 at 23:55
    Permalink

    @ Dienstwerk: Es sollte berücksichtigt werden, dass sowohl das Team von Content, aber auch der größte Teil der Auftraggeber vermutlich noch wesentlich wichtigere Dinge im Kopf haben, als die akribisch genaue Bewertung der Autoren. Wenn ich es richtig weiß, werden die realisierten Aufträge von den verantwortlichen Mitarbeitern regelmäßig ausgewertet, sodass vereinzelt wahrnehmbare „Unregelmäßigkeiten“ bei Auftraggeber-Bewertungen zeitnah erkennbar sind (wenn es sie denn gibt!? Wer wie ich, fast vom ersten Tag dieses Portals und mit einer zwischenzeitlich stattgefundenen schöpferischen Pause zur Selbstfindung, seit einigen Wochen hier wieder arbeitet, wird mir zustimmen, dass sich die Qualität der Autorenbewertungen wesentlich zum Positiven geändert hat.

    Ich glaube, dass Autoren so selbstbewusst sein sollten und ihrem Auftraggeber eine nicht ganz objektive Bewertung auch verzeihen, wenn es nicht gerade das Selbstwertgefühl total verletzt. Wir sind hier weitestgehend anonyme Autoren und haben (manchmal glücklicherweise) keine direkte Beziehung zu ihnen. Was wissen wir denn von unseren Brötchengebern oder sie von uns? Viel zu wenig, um einen wirklich optimalen Artikel zu schreiben. Wonach frage ich denn einen neuen Kunden zuerst, der mich in meiner Firma anruft? Nach dem Namen seines Portals und alles Weitere weiß ich nach spätestens 30 Minuten, kann für ihn arbeiten oder lasse es bleiben.

    Ich will damit sagen, dass es auf (allen) Textportalen eine Art Ausnahmesituation gibt, für beide Seiten. Es fehlen zum Teil relevante Informationen, die ein Artikel in TOP-Qualität einfach braucht. Der Inhalt der Briefings ist oft bewundernswert ausführlich und man lernt sehr oft neu, wie einfach und nur mit der Hilfe einer ganz normalen Computer-Tastatur ein echter Absatz erzeugt werden kann.

    @ Dr. Arne-Christian Sigge: Der Google Rankingalgorithmus kennt heute um die 200 Kriterien, von daher müsste die oben zitierte „Content-Bewertungsmechanik“ für eine nachhaltige Belebung des Arbeitsmarktes gesorgt haben? Besorgniserregend ist eben nur, dass die allseits beliebte Suchmaschine orthografische Fehler nicht in ihre Gewichtung einbezieht, oder sehen Sie das anders? (http://imwebsein.de/von-tippfehlern-und-ihren-auswirkungen-im-google-ranking-teil-2/). In diesem Sinne meine letzte Frage: Wassen jetz mit die Keckse für Weinachten?

  • 30. November 2013 at 13:24
    Permalink

    @ Claudia: Danke 🙂 LG

    @ Dr. Arne-Christian Sigge: Als BWLerin verstehe ich Ihre Argumentation natürlich auch. Es wird dennoch jeder mein Sinnbild „Inflation“ verstanden haben 😉

    Als Vorstands-Mitglied betrachten Sie das Ganze verständlicherweise in erster Linie aus rein marktwirtschaftlicher Sicht. Mir lag es einfach am Herzen, zu verdeutlichen, dass vielen Autoren neben der Freude am Schreiben und dem Verdienst auch Menschlichkeit und Wertschätzung wichtig sind. Wenn die Diskussionen hier dazu führen, mehrere Blickwinkel zu betrachten und sich auch mal auf den Standpunkt des anderen zu stellen, dann können doch alle daran wachsen.

    In diesem Sinne: Dem gesamten Content-Team, den lieben Autoren-Kollegen und allen Auftraggebern eine schöne Advents- und Weihnachtszeit 🙂

    Liebe Grüße,
    Autorin A112358

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