Ist ChatGPT das neue Clubhouse oder das neue Google?

Mit der Floskel „ChatGPT ist in aller Munde“ würde ChatGPT vermutlich in einer künftigen Version einen Text über sich selbst beginnen, kein Wunder, denn die meisten aktuellen News- und Blogbeiträge fangen derzeit mit dieser oder einer ähnlichen Floskel an. Welchen Einfluss das auf einen ChatGPT-Text haben kann, sehen wir gleich.

Auch wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit ChatGPT, Jasper, Neuroflash und all den auf der openAI-Technologie basierenden Tools auseinandergesetzt, viel getestet, mit Kund*innen und Autor*innen gesprochen. Welche Risiken und Chancen sehen wir in ChatGPT? Die Thematik ist komplex, daher wird der folgende Blogbeitrag auch etwas länger. Durchhalten und dranbleiben ist angesagt, wenn man mitreden will. Es lohnt sich.

Wie arbeitet die ChatGPT-KI?

ChatGPT implementiert ein sogenanntes NLP-Modell. NLP steht dabei für „natural language processing”, d. h. ein Eingabetext wird nicht nur als Zeichenkette aufgefasst, sondern als Sprache. Das Modell versucht, Sätze, Bedeutungen, Stimmungen, Textarten, Zusammenhänge etc. zu erkennen.

ChatGPT hat seine Fähigkeiten erlernt, indem es mit einer riesigen Menge an Texten aus dem Internet gefüttert und so trainiert wurde.

Das System kann z. B. erkennen, dass es gerade mit einem Ratgebertext gefüttert wurde. Es geht in diesem Text beispielsweise um die Zubereitung von Kartoffeln. Offensichtlich werden dafür bestimmte Zutaten und Gerätschaften benötigt und Schritte nacheinander abgearbeitet. Im Vergleich zu anderen Texten mit der gleichen Thematik kann das System Gemeinsamkeiten erkennen, etwa Lücken in einem Text oder überflüssige Abschnitte in anderen Texten. Nach diesem Text-Reverse-Engineering ist das System in der Lage, auch umgekehrt zu arbeiten. Auf die Frage „Wie soll ich Kartoffeln kochen?“ oder durch die Aufforderung „Schreibe einen Ratgeber zum Thema Kartoffeln kochen“ kann das System erkennen, dass ein Ratgeber gefordert ist. Aus dem Wissen zu dem Thema kann es nun einen Text generieren, der auf einem Best-of der verarbeiteten Texte zum Thema Kartoffeln kochen basiert. Mit diversen Parametern und etwas Stochastik lassen sich so leicht zahlreiche unterschiedliche Texte als passende Antwort generieren.

Frühere NLP-Modelle arbeiteten mit bestimmten, manuell vorgegebenen Regeln. Der entscheidende Unterschied bei ChatGPT ist, dass hier eine neuronale Netzwerkarchitektur zum Einsatz kommt, die ein „unbeaufsichtigtes“, eigenständiges Lernen von Inhalten und Zusammenhängen ermöglicht. Dazu kommt, dass eine Arbeitssitzung mit ChatGPT immer als fortlaufende Konversation betrachtet wird und die KI auch im Laufe der Sitzung hinzulernen kann.

Vorteile der ChatGPT-KI

Die Ergebnisse von ChatGPT sind schon beeindruckend. Während die bisherigen „KI-Textgeneratoren“ ein besseres Text-Spinning in vorgegebenen Templates absolvierten, schafft ChatGPT einen enormen technologischen Sprung nach vorne, der den aktuellen KI-Texttool-Anbietern gehörige Kopfschmerzen bereiten dürfte. Sie stehen gerade ziemlich desavouiert da.

Die größten Vorteile sind:

  • breitere Sicht auf das Thema: Ähnlich wie eine WDF*IDF-Analyse kann ein schneller Überblick über relevante Aspekte eines Themas erstellt werden. Es kommen gegebenenfalls Sub-Themen zum Vorschein, die der Autor oder die Autorin so nicht auf dem Radar gehabt hätte.
  • Geschwindigkeit: Textabschnitte lassen sich relativ schnell erstellen. Der Fleißteil nach der Recherche kann so zügig(er) erledigt werden. Das Gesamtprodukt ist schneller fertig.
  • Rechtschreibung: KI-generierte Texte sind meist fehlerfrei. Rechtschreib- und Grammatikfehler kommen selten vor.

In unseren Tests konnten wir mit entsprechender Vor- und Nacharbeit durchaus überzeugende Texte erstellen.

Risiken der ChatGPT-KI

Urheberrechtsverletzungen durch die ChatGPT-KI

Noch völlig ungeklärt bei der Nutzung von ChatGPT ist die Frage des Urheberrechts. Beim Training der KI wurden frei verfügbare Texte verwendet, an den OpenAI keine weitergehenden Nutzungsrechte hatte, was beispielsweise die Bearbeitung oder die Veröffentlichung betrifft. Lässt man einmal Fragen von Schöpfungshöhe etc. außen vor, wissen wir, dass auch ein Textaufbau urheberrechtlich geschützt sein kann. Auch wenn das System einen neuen Text mit neuen Wörtern zu einem Thema neu zusammenstellt, stützt es sich dabei auf ein erlerntes Template oder Text- bzw. Formulierungsfragmente, für deren Nutzung keine Rechte vorliegen. Hier herrschen aktuell noch Wildwestmethoden. Einige Tools wie Neuroflash integrieren zwar bereits Copyscape-Prüfungen, jedoch wissen wir, dass Copyscape keinen urheberrechtlichen Freifahrtschein ausstellt. Hier stehen die ersten Klagen und Urteile noch aus. Bei dem einen oder anderen wird es diesbezüglich ein böses Erwachen geben.

Ebenso offen ist die Frage: Wer hat das Urheberrecht an einem per KI erstellten Text? Das Unternehmen OpenAI, derjenige, der die Anfrage an das System gestellt hat, diejenige, deren Texte die Grundlage für das Ergebnis waren? Kann ich Nutzungsrechte an einem KI-Text überhaupt veräußern? Habe ich Unterlassungsansprüche, wenn jemand diesen Text von meiner Homepage kopiert und auf einer anderen Homepage einsetzt?

Viele ungeklärte Fragen, die Gerichte, Anwälte und die Compliance-Abteilungen so mancher Unternehmen ins Grübeln bringen dürften. Im Bildbereich gibt es schon erste Klagen gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzungen.

Google-Abstrafungen wegen der ChatGPT-KI

Viele SEOs haben schon lange befürchtet, dass Google KI-Texte nicht mag. Diese Befürchtung wurde inzwischen bestätigt. John Mueller, bekannt aus dem Google-Suchmaschinen-Team, bestätigte die vermutete Haltung Googles zu KI-generierten Inhalten: „Google würde diese wie andere automatisch generierte Inhalte als Spam einstufen.“

Es gebe viele Methoden, Text automatisch zu generieren. KI-Methoden seien womöglich „ein wenig besser“ als bisherige Werkzeuge, so Mueller, aber: „Für uns ist es immer noch automatisch generierter Inhalt, und das bedeutet für uns, dass es immer noch gegen die Webmaster-Richtlinien verstößt. Wir würden das also als Spam betrachten“, sagt Mueller.

Falschinformationen und veraltete Daten

Wer blind auf die präsentierten Fakten von ChatGPT vertraut, steht ganz schnell auf dünnem Eis. Die KI ist in der aktuellen Version nur mit Daten bis einschließlich Mitte 2021 gefüttert worden. Aktuell sind die Daten demnach nicht. Bei unseren Tests beispielsweise zu Reiseführern wurden Restaurants aus dem Umland von Barcelona als fußläufig erreichbar von der Innenstadt beschrieben. Der Versuch, 10 Texte zu „Jobchancen in [Stadt]“ schreiben zu lassen, erbrachte auch ernüchternde Ergebnisse. Es entstanden 10 Texte, die halbwegs ok waren, aber alle waren nach dem gleichen Schema aufgebaut. Obwohl auf die Besonderheiten der Städte eingegangen werden sollte, blühte in allen Städten der Dienstleistungssektor, während der Hamburger Hafen gar keine Erwähnung fand. In seiner Gesamtheit ein unbrauchbares Ergebnis.

Gregor Schmalzried beschreibt in seiner brand-eins-Kolumne, wie er  ChatGPT mit ein wenig Beharrlichkeit dazu bekommen hat, zu glauben, dass Angela Merkel Vorsitzende der Grünen sei. Wie bei allen Computerprogrammen gilt auch hier: „garbage in => garbage out“.

ChatGPT erzeugt auch Algorithmen in verschiedenen Programmiersprachen. So lieferte mir die KI in wenigen Sekunden einen syntaktisch fehlerfreien und gut dokumentieren Code in Form einer PHP-Funktion zum Prüfen der Korrektheit einer Steueridentifikationsnummer. Leider war der Code inhaltlich falsch und erkannte meine eigene Steueridentifikationsnummer nicht. Ich habe dann doch lieber den vorgeschlagenen Pseudocode von offizieller Stelle in PHP konvertiert. Sicher ist sicher.

ChatGPT neigt zum Schwafeln

ChatGPT neigt leider dazu, inflationäre Füllsätze und Wiederholungen in die Texte zu packen. Möglicherweise liegt es auch an einer falschen Nutzung des Tools, wenn die KI-Maschine versucht, alternative Formulierungsvarianten vorzuschlagen oder eben zu wenig Input hat, um genug Mehrwerte für die geforderte Textlänge vorzuhalten. Viel Text ist schnell generiert, wie so oft ist weniger meist mehr.

Wir trainieren, was wir kennen

Gerade haben wir gesehen, dass man ChatGPT mit falschen Trainingsdaten verwirren kann. Wird das System mit falschen Infos gefüttert, kommen falsche Antworten raus. Viel schlimmer: Wenn sich das System in Zukunft unbemerkt mit eigenen KI-Texten selber füttert, dann kommt nur noch ein monotoner Einheitsbrei heraus.

Es ist ein wenig wie bei einer WDF*IDF-Optimierung. In den Anfängen funktionierten diese wunderbar, doch als dann langsam überall die ersten zehn Suchergebnisse bei Google bereits WDF*IDF-optimiert waren, begann sich das System im Kreis zu drehen.

Auch ChatGPT ist manipulierbar. Wenn nun irgendwelche Witzbolde diverse Texte im Internet platzieren, wie man Pinguinen das Stricken beibringt, wird das System irgendwann auch behaupten, dass Pinguine stricken können. Wir erinnern uns mit Freude an die Google-Bombe miserable failure.

Was beispielsweise ein Trump mit seinen ständigen Falschbehauptungen darüber, dass ihm die Wahl gestohlen worden sei, in so einem System anrichtet, will man sich gar nicht erst ausmalen.

Verschwörungstheoretiker*innen werden das Ding lieben. Wer nur lang genug vor sich hinschwurbelt und entsprechend fragt, wird auch irgendwann die Antwort bekommen, dass Angela Merkel nicht nur Vorsitzende der Grünen ist, sondern auch noch ein Reptiloid.

Open is closed

Der Name OpenAI gaukelt etwas vor, was es nicht ist. Bei Open denken Softwareentwickler gleich an OpenSource. Weit gefehlt, denn es gibt hier keinen offenen Code, den jede*r lesen oder gar verstehen kann. Ein lernendes neuronales Netz besteht eben nicht aus IF-THEN-ELSE-Folgen. ChatGPT ist außerdem extrem ressourcenfressend und kann – ähnlich wie Google – nur in einem riesigen Rechenzentrumsverbund laufen, den einzelne Unternehmen nicht selbst betreiben können.

So kostenlos, wie es sich präsentiert, ist es schon lange nicht mehr. Die Grundphilosophie von OpenAI wurde inzwischen geändert. Es soll Geld verdient werden. Der Zugang per API ist schon seit eh und je kostenpflichtig. Inzwischen ist auch von ChatGPT Professional die Rede – im Monats-Abo.

ChatGPT-KI-Texte erkennen

Ein wesentlicher Faktor im Umgang mit ChatGPT wird die Möglichkeit sein, KI-generierte Texte zuverlässig zu erkennen. Ansonsten wird sich der komplette Bildungssektor an Schulen und Hochschulen von Hausarbeiten verabschieden müssen.

Derzeit gibt es schon gut funktionierende Tools für englischsprachige Texte, unter anderem von Copyleaks, deren API bereits zur Prüfung von einzigartigen Inhalten ins content.de-System integriert ist.

Da viele Bereiche (SEOs, Schulen und Hochschulen) einen drängenden Bedarf an solchen Systemen haben, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis entsprechende Tools weiter reifen und auch für mehrere Sprachen zur Verfügung stehen. Interessanter Nebeneffekt dabei: Durch diese Tools ist auch eine sprachübergreifende Unique-Content-Prüfung in greifbare Nähe gerückt.

Kleines moralisches Dilemma: Während Tools wie Copyscape oder Copyleaks bei der Suche nach Duplicate Content noch konkrete Treffer zeigen und Ihre Bewertung so belegen können, werden wir bei den KI-Text-Detektoren auf Blackbox-Systeme vertrauen müssen, die uns mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sagen, ob ein Text menschlichen oder maschinellen Ursprungs ist.

Möglicherweise befeuert die aktuelle Entwicklung eingeschlafene EU-Bestrebungen, KI-Erzeugnisse mit einer Kennzeichnungspflicht zu belegen.

UPDATE 17.1.2023: KI-Erkennung für deutschsprachige Texte:

Kaum schreibt man einen Blog-Text, schon ist er veraltet. Zwischenzeitlich erkennt Copyleaks auch bei deutschen Texten, ob der Verfasser ein Mensch oder eine KI ist. Arbeiten an der Integration in content.de laufen bereits.

In der EU wird gerade am AI-Act gebastelt. So richtig scheint dazu niemand Lust zu haben und der Act wird immer schwammiger. Interessant wird dann die Frage der Offenlegungspflicht von AI-Bewertungen im weitesten Sinne. Im schlimmsten Fall könnte der Einsatz von Tools wie Copyleaks-AI-Detection dann in der EU verboten sein – was nicht im Sinne des Schutzes der EU-Bürger vor AI-Einsatz sein kann.

Wie geht content.de mit ChatGPT um?

Die Antwort darauf ist ziemlich simpel: Chancen nutzen, Risiken vermeiden. Am Ende kommt es doch darauf an, ob die Kundin oder der Kunde mit dem gelieferten Text zufrieden ist. Wie ein Text entsteht, kann dabei relativ egal sein. Wichtig ist, dass die Fakten stimmen, der Text Mehrwerte bietet und aus SEO-Sicht nicht schädlich ist.

Kund*innen verlangten in der Vergangenheit immer wieder, dass Autor*innen eine Rechtschreibprüfung, ein CRR- oder WDF*IDF-Tool, ein W-Fragen-Tool, das Wortliga-Tool, die Searchmetrics-Content-Experience, Wortliga oder Tools wie SurferSEO oder Ähnliches nutzen sollen.

Ein leistungsfähiges KI-Text Tool ist da nur der logische nächste Schritt. Ein Gliederungsentwurf einer KI kann, ähnlich wie eine WDF*IDF-Analyse, den Horizont erweitern, auf Themenaspekte aufmerksam machen, die der Autor oder die Autorin bisher nicht auf dem Schirm hatte.

Wichtig ist, dass Fakten geprüft, Themenschwerpunkte sinnvoll gesetzt und Texte mit einem persönlichen Touch versehen werden. Dann können durch die Kombination Mensch und Maschine sehr gute Texte entstehen.

Umgekehrt erwarten wir aber auch, dass sich ein Autor bzw. eine Autorin bei uns mit einem eigenen, nicht KI-unterstützten Mustertext bewirbt, Fakten prüft und Füllsätze sowie Wiederholungen vermeidet.

Wie oben beschrieben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis AI-Content-Detection-Tools für die deutsche Sprache verfügbar sind. Da Schnittstellen zu entsprechenden Anbietern schon bei content.de integriert sind, werden wir auch hier schnell bei einer Integration in unser System sein.

Die OpenAI API ist in unserem Backend auch bereits integriert. Aktuell testen wir beispielsweise, ob sich das Tool als Briefing-Generator für Kund*innen eignet.

Die Mensch-Maschine – Autor*innen künftig überflüssig?

Sind menschliche Autor*innen künftig überflüssig? Wir denken: nein. Möglicherweise wird sich ihre Arbeitsweise verändern. Für einen guten, korrekten Text werden künftig immer noch Menschen gebraucht, die einen individuellen Touch in einen Text bringen, Fakten checken und gewichten können und vor allem neue Aspekte beisteuern.

Ich habe bei meinen Blogbeiträgen – egal ob in diesem Blog oder anderswo ­– immer versucht, eine kleine persönliche Note zu hinterlassen, Brücken zu anderen Bereichen zu schlagen, die den Beitrag etwas abheben von anderen Beiträgen zu dem gleichen Thema. Dadurch wird ein Text lesenswert und bleibt in Erinnerung. Ob mir das immer gelingt, sei dahingestellt. In diesem Punkt sind Maschinen zum Scheitern verurteilt.

Wie früher auch schon, sollte man sich mal ein paar Minuten Zeit nehmen und Marius zuhören. Auch wenn er nicht direkt über ChatGPT spricht, trifft er den Nagel mal wieder auf den Kopf:

Was ist Ihre Meinung? Als Autor*in, als Kund*in, als Textkonsument*in? Die Kommentarfunktion ist freigeschaltet. Helfen Sie dem Einheitsbrei zu entkommen und steuern Sie eigenen Input bei.

Ach ja: Dieser Text stammt zu 100 % von einem Menschen.

21 thoughts on “Ist ChatGPT das neue Clubhouse oder das neue Google?

  • 25. Januar 2023 at 17:49
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    Sehr geehrter Herr Schumann,

    ein „professioneller Texter“ weiß um seine Qualität und verzichtet allein der Berufsehre wegen auf „praktische Tools“ und ein „gutes Grundgerüst“ durch KI-generierte Texte. Das „endgültige Werk“ kann nur dann entstehen, wenn es von einem Menschen selbst überlegt konzipiert, in einem Entwurf zu Papier gebracht wurde und letztendlich bis zum Kunden hin dessen Ansprüche erfüllt.

    Jeder Text, welcher auch nur im Ansatz mit einer KI ins Leben gerufen wurde, ist ein Widerspruch in sich! Texte jedweder Art werden von Menschen für Menschen geschrieben. Sie sollen Emotionen wecken, zum Handeln veranlassen oder zum Nachdenken anregen. Eine KI erledigt lediglich emotionslos einen Auftrag und ignoriert den kreativen Verstand des Menschen.

    Ich kann Ihre „Sorge“ demnach nicht teilen und bin der stolzen Auffassung, dass ein vom Mensch geschriebener Text auch in den kommenden 20 Jahren einer deutlich größeren Wertschätzung unterliegt und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen wird. Andernfalls würden wir historische Werke inklusive deren Autoren mit Füßen treten und deren beeindruckende Überzeugungen, die Welt zu sehen, in jedem künftigen geschrieben Wort in Frage stellen.

    Ich werde mich niemals einer KI anpassen und lasse meinen Gedanken freien Lauf. KI-Texte existieren für mich persönlich nicht, weil ich dieselben nicht geschrieben habe! Gleiche Haltung erwarte ich von einem jeden Autor bei Content.de. Auf dieser Basis ist sichergestellt, dass sowohl alle Autoren als auch die Plattform selbst – welche mir im Übrigen sehr ans Herz gewachsen ist – weiterhin bestehen wird.

    KI-generierte Texte haben keinen Platz! Sie führen ins Nichts und lassen unsere persönlichen Ideen/Gefühle verarmen! In der Hoffnung auf weiteren Austausch, lieber Herr Schumann, über ein nicht diskussionswürdiges Thema freue ich mich auf weitere anregende Beiträge auf einer Plattform, welcher uns diesen Austausch erst ermöglicht.

    Beste Grüße

  • 25. Januar 2023 at 08:25
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    Ich denke die aktuelle Flaute ist in erster Linie konjunkturbedingt, auch die Bestellhistorien von Shops, auf die ich wegen laufenden oder ehemaligen Projekten außerhalb von Content Zugriff hab, sehen aktuell oftmals nicht viel besser als die Open-Order-Übersicht hier aus.

    Einige Webmaster/Agenturen etc. werden nun natürlich denken, sie bekommen mit KI-generierten Texten Content zum schmalen Taler, aber die dürfen dann nur in einiger Zeit feststellen, dass sie ihre Positionen kampflos für die Webseiten freigemacht haben, die weiter auf exzellenten, vom Menschen gemachten Content setzten. Das war auch schon vor 10 oder 12 Jahren so, als Schnäppchenjäger meinten ihre Texte für 0,8 Cent/Wort einkaufen zu müssen – entweder haben sie mittlerweile umgedacht oder sie existieren einfach nicht mehr.

    Genauso wenig, wie Kryptowährungen schon vor fünf Jahren unsere Euros und Dollars ersetzen sollten, NFTs die neuen Kunstgemälde sind oder ich morgen mit meinem Flugtaxi auf dem Dach von Content lande, wird auch ChatGTP den menschlichen Autor nicht obsolet machen. Das haben einige meiner Auftraggeber schon erkannt und denken weiter: Sie wissen, dass sie sich nun für gleichbleibende Projektetats eine noch größere Edge gegenüber Konkurrenten verschaffen. In wenigen Jahren können sie den KI-Content-Agenturen und -Webmastern dann ‘ne Box Pralinen schenken und sich dafür bedanken, noch nie so einfach Marktanteile, Sichtbarkeit und Traffic abgewonnen zu haben, wie durch das Ausstechen von KI-generiertem Content-Bullshit.

    Chancen entstehen dadurch ja auch: Die Konkurrenzplattform mit “T” war für mich als Auftraggeber wie Autor schon immer eine einzige Müllhalde. Vielleicht kann ja Content da nun Marktanteile abluchsen – dann sehen die Auftragsvolumina hier, sobald die Konjunktur wieder anzieht, auch wieder ganz anders aus.

  • 23. Januar 2023 at 05:20
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    diese maschine wird viele jobs aus der welt schaffen. das hatten maschinen immer schon an sich. schreiberinnen und schreiber, die heute noch am strand in Bali oder Palermo von einer wunderbaren zukunft träumen, werden sich morgen unter einer kalten brücke in Buxtehude oder Wanne-Eickel wiederfinden. schön ist das nicht.

    früher hieß es mal “big brother is watching you”. das ist schon lange realität mittlerweile, auf jeder straße, an jedem bankautomaten und ich weiß nicht in wie vielen sanitärräumen dieser welt.

    now “big brother” oder schwester will start to TALK for you. morgen macht die tante auch musik für dich. ich will n duett mit Lady Gaga und Frank Zappa. 4 minuten fümpfunddreißig. Beethoven am klavier und Mozart an der e-gitarre. klick. yeah!

    frag die maschine: was ist eine revolution?

    sie wird dir was liefern, davon bin ich überzeugt. aber sie wird niemals hinter die gründe kommen, warum menschen aufstehen und sagen: reicht jetzt!

    “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.”

    Immanuel Kant. 1784. Der Legende nach war der niemals außerhalb seiner Heimatstadt (auch ein schönes Wort)

    Also, Schreiberinnen und Schreiber: weitermachen!

  • 20. Januar 2023 at 09:17
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    Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die KI-Texte unterstützen die Bildung der Stirnfalten und rein aus kosmetischen Gründen nicht empfehlenswert. Der Mensch, mit seinem Transportieren von intensiven Gefühlen, seiner Intuition, seinen gelebten Erfahrungen wird über kurz oder lang nach den Naturgesetzen die Oberhand behalten.

    Der Einkauf ohne Kasse mag für manche Kunden ein neues Highlight-Erlebnis darstellen. Die 4. industrielle Revolution hat begonnen. Das führerlose Fahrzeug auf der Straße wirkt befremdend und birgt ein Sicherheitsrisiko. Eine aufregende Zeit, in welcher wir leben dürfen. Der Texter mit seinem Bollwerk an kreativen Ideen wird beruflich weiterhin existieren. Kommt es unter Umständen zu einer neuen Wertschätzung?

    Durchaus könnte es zu einem beeindruckenden Erwachensprozess kommen, welch Wunderwerk die Schreibkreativität des Menschen tatsächlich bietet. Zurücklehnen und von der Vogelperspektive aus das bunte Treiben beobachten.

  • 19. Januar 2023 at 10:30
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    Um die Qualität von ChatGPT besser einschätzen zu können, habe mir probeweise schon mehr als 50 Texte generieren lassen. Mein Fazit: Die Texte sind alle sehr oberflächlich, enthalten viele Nonsens-Sätze und Wiederholungen und – was ich problematisch finde – zum Teil völlig falsche Fakten. Da wird z. B. in einem Reiseratgeber über einen kleinen Ort in Deutschland die Schönheit der St. Marien Kirche angepriesen, obwohl es die gar nicht gibt. Oder es werden lokale Spezialitäten empfohlen, die ebenfalls nicht existieren. Das sind nur einige der Patzer. Im Medizinbereich ist es meiner Meinung nach noch schlimmer. Da werden Fachbegriffe durcheinander geworfen und Handlungsempfehlungen gegeben, die problematisch sein können. Ich muss sagen: Ich habe keine Sorge, dass die KI Autoren kurz- oder mittelfristig ersetzen wird.

    Noch oben zu den Texten: Die waren um die 300 bis 500 Wörter lang.

  • 19. Januar 2023 at 09:57
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    Viele Gedanken, viel Für und Wider: Spannend, aber auch bedenklich, weil durch die (ausnahmslose) Nutzung von ChatGPT zu ein und demselben Thema wohl schnell ein textlicher Einheitsbrei entstehen kann. Grundsätzlich ein praktisches Hilfswerkzeug in der allgemeinen Texterstellung, wobei die Resultate oftmals Gefühle und Leidenschaft vermissen lassen. Für Suchmaschinen, ein Lexikon, Fachartikel oder Sachbuch gut brauchbar, aber auch für einen ansprechenden „Unique Content“? Sprich, es fehlt das appetitanregende Salz in der Suppe…

    Was will der zahlende Kunde? Welche Zielgruppe soll angesprochen, welches spezielle Thema behandelt werden, wie langlebig soll der Text sein und wie möchte der/die Unternehmer:in seine/ihre Produkte verkaufsfördernd bewerben und sich so bestmöglich von der Konkurrenz abheben? Und vor allem: Was ist es dem/der Auftraggeber:in wert, einen professionellen, „einzigarten“ Text für sich zu beanspruchen…

    ChatGPT Texte sollten jedenfalls von/m Korrektor:in/Lektor:in überprüft werden, bevor sie das OK zur Freigabe und Veröffentlichung erhalten. Will man einen gewissen Standard halten bzw. verbessern, sollte man auf diesen Schritt der Qualitätskontrolle lieber nicht verzichten.

    Der/die kreative Texter:in wird sich wohl mit viel Bauchweh der unaufhaltsamen Entwicklung des ChatGPT – bis zu einem gewissen Grad – fügen müssen und lernen, mit dieser Art von KI umzugehen.

    Text- und Werbe-Agenturen werden mitunter gefordert sein, behutsam mit ChatGPT zu arbeiten – nämlich auf lange Sicht im eigenen Interesse und auch im Interesse ihrer Kund:innen und Mitarbeiter:innen.

    Es bleibt spannend…

  • 19. Januar 2023 at 08:17
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    Korrekturlesen weniger, denn die Rechtschreibqualität ist sehr hoch. Es wird dann mehr um Faktencheck, Schwerpunktsetzung udn ggf. Tendenzsteuerung gehen. Auch nur eine Vermutung. Ein wenig wie der Koch, der nicht mehr selber kocht, sondern Convenience-Produkte sinnvoll zusammenstellt und verfeinert.

  • 18. Januar 2023 at 22:30
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    Nun, ich frage mich, ob in einem nächsten Schritt Texter nur noch zur Korrekturlesern solcher KI-Texte werden, bis dies dann auch noch aufgelöst wird. Die Richtung und Antwort werden die Kunden liefern, die auf Qualität und gleichzeitig auf das Geld achten werden. Spannend!

  • 18. Januar 2023 at 21:31
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    Wie oben im Beitrag angedeutet experimentieren wir bereits intern mit einigen Anwendungsmöglichkeiten. Parallel sprechen wir mit Kunden und sind schon länger eng in Kontakt mit der Übersetzungsbranche, wo das Mensch-Maschine-Duo bereits schon länger zum Tagesgeschäft gehört. Am Ende kommt es darauf an, was Kunden wünschen, was sich verkaufen lässt. Es wird Kunden geben, die Hybridtexte einsetzen und andere, die auf jeden Fall Human-Content haben wollen.

  • 18. Januar 2023 at 21:13
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    Guter Content wird natürlich auch in Zukunft gefragt sein. Trotzdem sollte man sich als Autor:in meiner Meinung nach keine falschen Hoffnungen machen. Realistisch betrachtet ist das Zeitalter, in dem Texte ausschließlich durch menschliche Autor:innen verfasst wurden, unwiderbringlich vorbei. In Zukunft wird es (parallel zueinander) drei Formen geben: a) Mensch allein b) Mensch + KI c) KI allein.

    Google hat mittlerweile wohl auch signalisiert, dass man qualitativ hochwertigen KI-Content wie alle anderen Texte behandeln will. Sprich: Guter KI-SEO-Content wird ganz normal ranken.

    Die größte offene Frage ist die Urheberrechtsproblematik. Im Bildbereich gibt es bekanntlich Klagen gegen KI-Bildgeneratoren. Mal sehen, was im Textbereich diesbezüglich passiert. Ich bin aber ehrlich gesagt skeptisch. Microsoft steckt 10 Milliarden in ChatGPT … das würden sie nicht machen, wenn zu erwarten wäre, dass die Technik aufgrund von Urheberrechtsfragen nicht umfänglich genutzt werden darf.

    Gibt es denn auf Seiten von content.de schon Überlegungen, das Portfolio anzupassen / zu erweitern? Sinnvoll wäre beispielsweise die Möglichkeit, schlechten KI-Content durch Autor:innen professionell überarbeiten zu lassen. Davon würden alle profitieren: Auftraggeber:innen, Content.de und Autor:innen. Nur eine Idee …

    Grüße

  • 18. Januar 2023 at 18:13
    Permalink

    Hallo Gerri,

    wir betreiben tatsächlich keine aktive Texter-Anwerbung. Im letzten Jahr haben wir die Möglichkeit der Registrierung für Autoren (wie aktuell auch) zeitweise ganz ausgesetzt und vielfach nur bestimmte Tageskontingente zugelassen. Die Anzahl der akzeptierten neuen Autoren war im letzten Jahr auch vergleichbar mit den Vorjahren, die aber alle auch deutlich unter den stärksten Wachstumsjahren 2014-2016 (bezogen auf Autoren) lagen.

  • 18. Januar 2023 at 17:17
    Permalink

    Um ehrlich zu sein, wirkt es auf mich doch sehr beängstigend, da ich seit 10 Jahren über Content arbeite und seit einiger Zeit Umsatzeinbrüche registriere. In den letzten Jahren konnte ich mein Einkommen ausschließlich über Direct Order erzielen. Seit ungefähr September ist das schwierig. Open Orders sind ebenfalls keine vorhanden, um den Umsatz aufzubessern. Das ist vor allem für jene sehr problematisch, die diese Arbeit, wie ich, hauptberuflich machen.

    Noch im September war ich wie immer auf zwei Wochen im Voraus ausgebucht – nun erreiche ich kaum das wöchentlich gesetzte Umsatzziel. Ich denke, dass hier mehrere Faktoren mitspielen. Dazu zählen die Anwerbung neuer Texter für die Plattform, die im letzten Jahr extrem gepusht wurde, die allgemeine wirtschaftliche Situation und die immer häufiger eingesetzten Tools zur Textgenerierung.

    Es wäre schön gewesen, wenn Content bereits im letzten Jahr Rücksicht auf die zahlreichen Texter genommen hätte, die seit vielen Jahren hauptberuflich über diese Plattform aktiv sind, anstatt massiv neue Texter anzuwerben.

  • 18. Januar 2023 at 08:59
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    Wir denken, da kommen einige Dinge zusammen. Die erste Woche im Januar war bei vielen eine Urlaubswoche. Wo man aktuell hinhört, ist der Krankenstand immer noch sehr hoch. Da dauert es oft, bis das Projektgeschäft wieder ins Laufen kommt. Die Tendenz zu DOs ist darüber hinaus ungebrochen.

  • 18. Januar 2023 at 08:56
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    Aber woran liegt es denn, dass es aktuell kaum noch Aufträge gibt? Nicht nur Open Orders sind fast keine zu finden, auch Direct Orders kommen wesentlich weniger. Seltsamerweise ist es bei textbroker genauso, dort ist auch alles leer gefegt. Ich habe níe viel für die Konkurrenz geschrieben, weil es mir hier immer besser gefallen hat, aber als hier kaum Aufträge zu finden waren, habe ich mich mal wieder bei textbroker eingeloggt und festgestellt, dass dort auch alles leer war. Was ist aktuell los?

  • 17. Januar 2023 at 22:02
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    YouTube ist überschwemmt mit “Tipps und Tricks”, wie ChatGPT für Reichtum sorgen kann. Ghostwriting bei Amazon steht dabei im Hauptfokus.

    Für mich zeigt sich wieder mal, dass die technischen Fortschritte erhebliche Schattenseiten haben. Kaum gibt es etwas, das wirklich Benefit bieten kann, wird es genutzt um Schabernack zu treiben. Ich habe einen Lehrer in der Familie. Seine Arbeit hat sich durch ChatGPT massiv verändert. Plötzlich schreiben Schüler bei Hausarbeiten Bestnoten, wissen aber in mündlichen Prüfungen gerade einmal nichts von dem, was sie da eigentlich geschrieben haben.

    Aber die Angst geht um. Ich bin seit 2 Jahren selbstständig, Freelancer, ernähre meine Familie mit “Buchstaben”. Jetzt sind die Texterportale wie leer gefegt, bei Jobbörsen wird mit “KI-optimiertem Text” für 1,00 Cent pro Wort geworben. Erschreckend, sehr erschreckend und mitunter mit Existenzängsten verbunden.

    Und ehrlich gesagt ist meine Lust auch begrenzt, mir künftig zig neue Bücher auf meinen Kindle runterzuladen, die von einer Maschine geschrieben wurden, nur damit irgendjemand als Ghostwriter seine Kohle verdient.

    Tatsächlich hoffe ich bei all den übereifrigen “Neu-Autoren” sogar darauf, dass es ein bisschen was auf die Finger gibt und dass ChatGPT nicht das neue Internet bestimmt.

  • 17. Januar 2023 at 17:21
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    Ich bin noch skeptisch. Hab’ ein wenig rumprobiert und habe sehr viele Falsch-Infos entdeckt. Die Texte sind voller unnützer Füllsätze und lesen sich nicht unbedingt flüssig. Technik ist eben doch nicht alles….
    Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man bald viel höhere Preise dafür löhnen muss, um KI-Texte erstellen zu lassen, weil die User zunehmen werden. Am Ende hat man einen mittelmäßigen Text, der obendrein noch Fehlinfos enthält zum gleichen oder gar höheren Preis und darf sich alles nochmal vornehmen, bezüglich der Richtigkeit …
    Ohne ein Prophet zu sein, denke ich, richtig gute Autoren brauchen sich echt keine Sorgen zu machen, denn Maschinen können kein Herzblut oder gar Emotionen in ihre Texte stecken und bei Themen, die die Leser genau da packen sollen, werden sie schlichtweg kläglich versagen.
    Wartet es ab.

  • 17. Januar 2023 at 14:54
    Permalink

    Interessant. Über die API bekommt man allerdings genauere Daten mit Wahrscheinlichkeiten. Wie lang waren die Texte?

  • 17. Januar 2023 at 14:52
    Permalink

    Leider lag der Copyleaks AI-Detector bei drei Versuchen mit einem von Open AI generierten Text daneben und hat diese als “This is human text” erkannt. Für deutsche Texte scheint das also noch nicht wie gewünscht zu funktionieren.

  • 17. Januar 2023 at 14:11
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    Im Moment sehe ich es noch relativ gelassen. Auch wenn Bots schon (erschreckend) viel können, ersetzen sie die menschliche Ausdrucksweise und die persönlichen Emotionen nicht. Sicherlich ist es nicht auszuschließen, dass uns die Technik irgendwann “überholt” und das echte, das menschliche Denken aufsaugt. Die Entwicklung schreitet rasant voran, wie sich am Beispiel der Digitalisierung zeigt.

    Doch so lange ich zum Beispiel beim Google-Übersetzer bei der Farbe eines Afrikanischen Weißbauchigels “White Bellied Chocolate” noch “Weiße aufgeblähte Schokolade” angezeigt bekomme, habe ich keine Sorge.

    Sicherlich werden wir uns anpassen müssen. An die Zeit, an die Neuerungen, auch an Dinge die wir nicht gut finden. Aber so ist das Leben – es ist ein Wandel, in dem es keinen Stillstand gibt und der vom stetigen Lernen profitiert. Ich bin bereit für die Zukunft.

  • 17. Januar 2023 at 07:37
    Permalink

    Kehren vielleicht die “alten” Meta-Suchmaschinen zurück?
    Die Chatfunktion hat auch gezeigt, dass die “alte” Google Suche ein Problem bekommen wird.

    Wenn ich eine Antwort auf ein Problem suche ist Google die erste Wahl. Als Ergebnis bekomme ich aber nur Webseiten gezeigt, die eine Lösung für mein Problem beinhalten könnten. Wohingegen ChatGPT direkt eine Antwort auf meine Frage gibt. Wenn sie das mit der Zuverlässigkeit der Antwort hinbekommen und ev. Quellenangaben hinzufügen, dann wirkt Google so antiquiert wie damals die Yahoo Suche.
    Die Zukunft bleibt spannend.

    Hier ein Beispiel wie in Zukunft die Suche ChatGPT und Google kombiniert werden könnte:

    http://85.214.129.164/

  • 16. Januar 2023 at 15:57
    Permalink

    als professioneller Texter bin ich bei diesen Bots zwiegespalten. Auf der einen Seite sind es unheimlich praktische Tools, weil sie mir ein gutes Grundgerüst für einen Text liefern können. Natürlich achte ich darauf, dass kein einziger Satz unverändert in das endgültige Werk kommt. Es kann aber gut über einen kreativen Hänger hinweg helfen.

    Auf der anderen Seite treibt natürlich auch mich die Sorge, dass die KI-generierten Texte bald zu Standard werden und meine Arbeit damit überflüssig machen. Man muss sich halt anpassen, wie immer.

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