Ostern ist im Frühling

Diese Kurzgeschichte „Ostern ist im Frühling“ wurde von Autorin ponyschnecke eingereicht: 

Milla stand am Fenster. Was sie dort draußen sah, stimmte sie nicht froh. Wieder schneite es. Obwohl es dunkel war, konnte Milla die vom Himmel herab fallenden Schneeflocken gut erkennen. Seit vielen Wochen lag der Garten unter einer dicken Schneedecke. Anfangs hatte sie sich über die lustig tanzenden Schneeflocken gefreut. Als es vor mehr als drei Monaten anfing zu schneien, stand das Weihnachtsfest bevor und Milla wusste, dass der Weihnachtsmann den Schnee braucht, um alle Geschenke mit seinem Schlitten transportieren zu können. So sehr hatte sie sich über den weißen Schnee gefreut. Mit ihren Freunden hat sie einen dicken Schneemann im Garten gebaut und manchmal war Milla mit ihrem großen Bruder zum Rodelberg gegangen. Vergnügliche Nachmittage haben sie dort verbracht. Immer wieder hat Milla ihren Schlitten den Berg hinauf gezogen, um dann laut jauchzend den Abhang hinunter zu sausen. Jetzt aber sehnte sie sich nach Sonnenschein. In wenigen Stunden wurde der Osterhase erwartet und niemand wusste, ob er die bunten Eier durch den Schnee tragen konnte.

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Das Herz der Welt

Diese Kurzgeschichte wurde von der Autorin Marina Millioti eingereicht:

Eines Abends stürmte es, und Jan durfte nicht im Garten spielen. Auch das Internet fiel aus und nicht einmal das Fernsehen ging. Es war einfach total langweilig. Alle Hausaufgaben waren längst erledigt, das Lego-Raumschiff fertig gebastelt.

Es stürmte immer stärker und stärker, und schon krachte ein Ast auf das Dach, und irgendwo im Wald stürzte ein Baum um. Jan bekam Angst, denn seine Eltern waren noch nicht zu Hause. Sie arbeiteten beide in einem Krankenhaus, Mama als Krankenschwester, Papa – als Arzt, und fuhren immer nach dem Feierabend zusammen heim.

Nur die alte Großmutter war da, sie war immer krank und saß im Rollstuhl. Sie konnte sich nicht viel um Jan kümmern, dafür aber konnte sie Geschichten erzählen. Aber Jan hörte ihr selten zu, denn er fand seine Computerspiele und Chatten mit Freunden viel interessanter, als alte Geschichten.

Die Großmutter rollte in Jans Zimmer und fragte ihn: „Willst Du eine Geschichte hören?“
„Ja“, antwortete Jan, denn er hatte sowieso nichts zu tun.

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Das kleine vierbeinige Krokodil aus dem Nil

Diese  Kurzgeschichte „Das kleine vierbeinige Krokodil aus dem Nil“ wurde verfasst von Autorin Schreiberline.

Kennst du das auch? Manchmal sagen Erwachsene: „Wir können froh sein, dass wir gesund sind.“ Denkst du da nicht manchmal: „Ja gesund, aber die neue Puppe mit den tollen Kleidern habe ich nicht. Was nutzt mir da die Gesundheit?“ Deswegen will ich die nachfolgende Geschichte erzählen. Sie handelt vom kleinen vierbeinigen Krokodil aus dem Nil.

Es hat eigentlich alles, was man gerne möchte: Im Nil, das ist ein Fluss in Afrika, und auch dort in dem ganzen Land ist es immer warm. Es gibt gutes Essen und auch nette Spielkameraden. Aber du weißt doch, wie ein Krokodil aussieht, oder? Es hat eins, zwei, drei, vier Beine. Aber unser kleines Krokodil hat bald nur noch zwei. Fragst du dich nun auch, warum?

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Wie Kuno der Kühne zu seiner Gutenachtgeschichte kam!

Die Kurzgeschichte für Kinder „Wie Kuno der Kühne zu seiner Gutenachtgeschichte kam!“ wurde vom Autor Praetorius verfasst.

Am Nordpol lebte einst ein Eisbär, den nannten alle Kuno den Kühnen, denn Kuno war ein starker, großer und besonders mutiger Eisbär. Er war selbst für Eisbärenverhältnisse sehr groß, er war in seinem Eisbärendorf der Größte.
Und der Ausdauerndste war er auch, wenn es ums Rennen oder Jagen ging.
Kuno war der beste Jäger des ganzen Eisbärendorfes, und nicht selten kam es vor, dass er von seinen gefangenen Fischen einige schöne Exemplare herschenkte an andere Eisbären, die nicht so erfolgreich waren bei der Jagd.

Aber Kuno war schwermütig.

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