Mut zur Lücke – zuweilen juristisch relevant!

Getrennt- und Zusammenschreibung Teil I: Adjektiv-/Adverb-Verb-Kombinationen

  1. Wozu Getrennt- und Zusammenschreibung?
  2. Bedeutung als Kriterium
  3. Betonung als Kriterium
  4. Flexion, Stellung und Komplexität des Adjektivs/Adverbs
  5. Fazit

1. Wozu Getrennt- und Zusammenschreibung?

Zwischen Knast und Freispruch liegt manchmal nur ein Leerzeichen. Wie etwas geschrieben wird, kann weitreichende Folgen haben – dies gilt auch für die Getrennt- und Zusammenschreibung. Es ist unter Umständen ein großer Unterschied – mit entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen –, ob Leute einen Menschen zusammen schlagen (mehrere Täter, mit beliebiger Intensität) oder ob sie ihn zusammenschlagen (in jedem Fall schwere Körperverletzung, die im Übrigen auch von einer Einzelperson begangen werden kann). Zum Beispiel für Polizeiprotokolle nicht ganz ohne Belang!

Nicht nur aus diesem Grund werden wir künftig einige Blogbeiträge den übelsten Tücken der Getrennt- und Zusammenschreibung widmen. Aber wie lässt sich der Unterschied bei solchen Kombinationen aus Adverb/Adjektiv und Verb, für die es beide Schreibweisen gibt, in ihren sprachlichen Eigenschaften so fassen, dass man einigermaßen zuverlässig Rechtschreibregeln daraus ableiten kann?

Anhaltspunkte für die korrekte Schreibung erhalten wir in erster Linie auf der Bedeutungs- und meist auch auf der Lautebene. Aber die Wortstellung und die Komplexität der Elemente können ebenfalls einen Einfluss haben.

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Auf dem neuesten Stand bei der Content Marketing Masters 2016

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Kunden gewinnen, Kunden binden – hierbei spielt Web-Content mittlerweile bekanntlich eine tragende Rolle, Tendenz steigend! Wie Content aller Art gewinnbringend eingesetzt wird, wie man Kunden mit digitalen Inhalten erreicht und fesselt, ist auch dieses Jahr wieder Thema bei der Content Marketing Masters am 2. Juni 2016 in Berlin.

Im Verlagshaus des Tagesspiegel treffen die Teilnehmer der Fachkonferenz auch diesmal wieder auf hochkarätige Experten – beispielsweise den Leiter des Content-Marketing-Teams von Babbel, Edward Wood, und Brian Dean, Gründer von Backlinko. Read more

Sprachfallen ade: International Copywriting in Kooperation mit der Sprachenfabrik

Mit dem Bodybag zum Public Viewing: ­­Leichen im Keller und anderswo

„I was so ready!“ stöhnte der deutsche Kollege, nachdem er in ungelenkem Englisch einen haarsträubenden Unfall geschildert hatte.

„Ready for what?“ Der Geprächspartner war verwirrt, der Kollege selbst ebenso. Kommunikativer Zusammenbruch.

Was war geschehen? Vom Schulenglisch war dem vom Unfall Traumatisierten ready als das englische Wort für „fertig“ in Erinnerung. Nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit, denn das Englische unterscheidet auch lexikalisch zwischen den Lesarten von „fertig“: „erledigt“ (finished, auch im übertragenen Sinn) und „bereit“ (ready). Ein typischer „falscher Freund“, wie er in der interkulturellen Kommunikation ständig vorkommt.

Wenn jemand vorhat, mit einem „Bodybag“ zum „Public Viewing“ zu gehen, dürfte die Verwirrung beim englischsprachigen Empfänger zum Entsetzen mutieren – denn diese beiden Scheinanglizismen bergen ein gemeinsames dunkles Geheimnis! Beide entstammen dem Bestattungsgewerbe: wer mit dem Leichensack (body bag) zur öffentlichen Leichenaufbahrung (im amerikanischen Englisch public viewing) gehen will, muss sich nicht wundern, wenn ihm nekrophile Absichten unterstellt werden. Aber was, wenn er nun hastig beteuert, er hätte gar keinen corpse in the basement, und nun noch stärkerem Verdacht ausgesetzt ist? Redensarten können in den seltensten Fällen eins zu eins von einer Sprache in die andere übersetzt werden – die „Leiche im Keller“ wird wörtlich genommen.

Dass ein schlechtes Briefing und mangelnde Englischkenntnisse schnell zum Problem werden können, zeigte schon dieser alte Berlitz-Werbespot:


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