5 Textertipps für gute Webtexte

Effektive Tipps gibt es in Texter-Seminaren. Wenige Texter finden jedoch die Zeit, diese zu besuchen. Zu vielen Themen gibt es hilfreiche Artikel in unserem Blog. Deswegen machen wir es kurz und knapp und geben unseren Textern mit diesem Artikel fünf Tipps, die bei der Auftragsbearbeitung helfen, und verweisen auf die entsprechenden Beiträge in unserem Blog.

Wenn der Auftraggeber zufrieden ist, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, Folgeaufträge zu erhalten. Kontinuierlich gute Leistungen sind weiterhin die Voraussetzung, um in der Qualitätseinstufung im content.de-System aufzusteigen. Einige Grundlagen helfen ihnen, gute Textergebisse zu erzielen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Der nächste Text wartet schon auf Sie und kann dazu genutzt werden, den einen oder anderen Tipp in die Tat umzusetzen.

#1 In der Kürze liegt die Würze

Es ist eine Herausforderung, sich ausschließlich auf den Kern dessen zu beschränken, was man mitteilen will. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, wen ich mit meinem Text ansprechen will. Bei einer umfangreichen fachlichen Ausarbeitung für Experten oder einem Roman für den Feierabend fallen längere Sätze oft nicht negativ ins Gewicht.

Nichtsdestotrotz: Als ideal gelten 9-10 Wörter pro Satz. (Das entspricht der Spannbreite dessen, was ein deutscher Durchschnittsleser in einer Verarbeitungseinheit von 3 Sekunden liest. |1|2) Länger sollten Ihre Sätze nach Möglichkeit nicht sein. Kürzungen sind meist möglich

Markieren Sie daher bei Ihrem finalen Text längere Sätze und überlegen Sie, ob eine kürzere Formulierung sinnvoll und umsetzbar ist.

Wenn Sie regelmäßig auf Ihre Satzlängen achten, werden Ihnen schon bald „zu lange“ Sätze während des Schreibens ins Auge fallen.

Wer technische Unterstützung wünscht, der nutzt Textanalysetools. Diese Werkzeuge für Texter weisen neben Hinweisen zur Grammatik, Interpunktion und Rechtschreibung zusätzlich auf zu lange Satzkonstruktionen hin.

#2 Verwenden Sie knackige Teaser

Teaser sind die Appetizer. Sie sind für den Leser die Einladung, ins Thema einzusteigen. Gute Anreißer-Texte sind ein Geheimrezept trafficstarker Internet-Seiten. Wer mehr über das Thema Teaser erfahren möchte, dem wird der Blogbeitrag „Aus der Reserve gelockt“ empfohlen.

#3 Schreiben Sie verständlich

Verwenden Sie eine verständliche Sprache. Dies gilt im Besonderen bei Texten, die sich nicht ausschließlich an Experten wenden. Menschen, die sich nicht oder nur oberflächlich mit einer Thematik auskennen, sollten Ihren Text verstehen können. Fachbegriffe lassen sichdurch gebräuchliche Worte umschreiben. Erweitern Sie regelmäßig Ihren Wortschatz mit Hilfe eines Synonym-Wörterbuchs. Derartig präpariert werden Sie ohne Umstände für ein schwer verständliches Wort ein leicht verständliches Pendant aus dem Hut zaubern können.

In Abgrenzung zur verständlichen Sprache gibt es noch die Leichte Sprache. Zielsetzung der Leichten Sprache ist es, möglichst jedem Leser (unabhängig vom Alter und Bildungsstand) eine Information verständlich näherzubringen. Die Leichte Sprache folgt den Regeln der deutschen Standardsprache. Sie ist jedoch im Vergleich zur Standardsprache deutlich reduziert in Grammatik und Wortschatz. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Blogbeitrag „Leichte Sprache – eine Sprache für Chancengleichheit.“

#4 Fakten für die Zielgruppe

Die Fakten sind das Wesentliche eines Textes: einfach guter Inhalt.

Lassen Sie sich inspirieren. Es hilft, ein Notizbuch mit sich zu führen. Verweise auf eine Statistik, ein aktuelles Ereignis oder den zuletzt gesehenen Vortrag können Sie beim nächsten Text elegant verarbeiten.

Besuchen Sie eine Buchhandlung oder die städtische Bücherei und entdecken Sie aktuelle  Literatur oder alte Literatur neu. Anregungen und ein veränderter Blickwinkel verhelfen zu einzigartigem Inhalt und liefern die Initialzündung für die Entwicklung eines spannenden Textes.

Zu guter Letzt: die Recherche im Web. Berücksichtigen Sie hierbei zwei Aspekte:

  1. Nutzen Sie ausschließlich vertrauenswürdige und seriöse Quellen. Verifizieren Sie eine zweifelhafte Aussage über mindestens eine zusätzliche Informationsquelle.
  2. Suchen Sie nach Alternativen zum erstbesten Ergebnis, denn diese Information wird in der Regel oft verwendet und bietet dem Leser daher keinen Mehrwert.

Hilfestellungen für die Entwicklung von Texten mit Mehrwert liefert unser gleichlautender Blogbeitrag.

#5 Zielsetzung gute Texte, daher SEO mit Augenmaß

Die Keywords in SEO-Texten sind wichtig, um die gewünschte Relevanz für die Suchmaschine zu erreichen. Die Verwendung von Stoppwörtern ist empfehlenswert, um grammatikalisch sinnvolle Sätze zu formulieren.

Beispiel gefällig?

Anstatt:

»Jetzt die Reise Rom buchen!«

schreiben Sie:

»Jetzt die Reise nach Rom buchen!«

Detaillierte Informationen zur Verwendung von Stoppwörtern liefert der Blogartikel »Des einen Freud´ ist des anderen Leid: Stolperfalle Stoppwort«

Achten Sie darauf, dass das Keyword-Korsett nicht zu eng geschnürt ist! Der Fokus muss auf dem Inhalt und dem Nutzwert des Textes liegen. Ein Auftraggeber muss für sich vor der Auftragsvergabe die Frage: »Was soll der Text beim Leser auslösen?« beantworten können.

Das W-Fragen-Tool unserer WDF*IDF-Analyse liefert dafür diverse Ansätze.

Ihnen wird eher Leidenschaft abverlangt, dem Leser eine Kernbotschaft zu vermitteln, als eine Vielzahl Keywords in einer vorgegebenen Häufigkeit in einem Text unterzubringen. Das »Keyword-Bingo« erfordert viel Fleiß und ist aufwendig, führt damit jedoch oftmals am Ziel, am Ende einen hervorragenden Text in den Händen zu halten, vorbei.

 

Zum Schluss die Frage an unsere Texter: Welche Tipps geben Sie Texterkollegen oder Auftraggebern?

 

Literaturnachweis:

|1 Wolf Schneider: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde. Piper, München 2005, S. 170.
|2  Ernst Pöppel: Grenzen des Bewusstseins: Wie kommen wir zur Zeit, und wie entsteht Wirklichkeit? Insel Verlag, Frankfurt am Main 1997, S. 72.

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